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§. 286.
Ueberhaupt sind durch den Anbau der Kulturpflanzen dienatürlichen Grenzen der Regionen sehr verändert und ist selbstdie ursprüngliche Vegetation derselben an vielen Orten ganz ver-drängt worden. Diese Veränderung hat dann vorzüglich die un-tern Bergrcgioncn in den verschiedenen Ionen betroffen; daherman an solchen Orten jezt noch eine bebaute Region unter-scheiden kann, wo nämlich der künstliche Anbau von Gewächsenwirklich einen fortlaufenden untersten Gürtel der Gebirge einnimmt.In manchen Gegenden können sogar in Bezug aus die angebau-ten Gewächse mehrere Regionen unterschieden werden. In derheißen Zone Südamcrika's, wo diese Gewächse bis zu einer sehrbedeutenden Hohe hinaufgehen, lassen sich (nach Schonw) dreisolcher Regionen annehmen, nämlich: die Region der Bana-nen (von der Ebene bis zu 3000 Fuß über dem Meere), inwelcher außer dem Pisang (Uns») noch die Kokospalmen, dasZuckerrohr, der Kakaobaum, Indigo und Maniok (ffntvopki» N«-nikot /.rnn.) Hanptgegenstände der Kultur sind; die Regiondes Mais (zwischen 3000 und 6000 Fuß über d. M.), wo derMais das wichtigste Produkt ist, jedoch im untern Theile auchder Kaffecbaum, im obern die europäischen Getrcidcarten zugleichgebaut werden; die Region der europäischen Getreide-arten (von 6000 bis 9240 Fuß), in welcher, neben unsern Ge-treidearten, der Qninoa (tstiennpoäium üuino«), und im un-tern Theile auch der Mais noch häufig gezogen wird; über diesenangebauten Regionen, deren obersten aber nicht mehr einen zu-sammenhängenden Gürtel darstellen, sondern schon in die Regionender Wälder hineinreichen, tritt dann die ungcbaute Regionein, in deren tiefer liegendem Theile gleichwohl noch Kartoffeln undKüchengewächse gedeihen.
An dem Pik von Teneriffa (28° N. Br.) geht die bebauteRegion nur bis zu 2500 Fuß hinan und läßt sich in zwei Un-terregionen theilen, nämlich in die afrikanische oder die Re-gion der Palmen und Bananen (bis 1200 Fuß), in wel-che' noch diese Gewächse kultivirt werden und daneben die merk-würdigen cactusähnlichen Wolfsmilcharten (Lupkordin vsnsrien-»i» und dalsslnikera) vorkommen, und in die Region der
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