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desOelbaums abtheilen läßt; die R eg i on de s W e in stock svon 1200 oder 2000 bis etwa 5000 Fnß, die Getreide und Wein,aber kein Oel hervorbringt; die Region des Getreides, inwelcher auch der Weinbau aufhört, von 3000 bis 4000 Fuß.
Auf der Südseite des Montblanc kommt zwar auch noch dieOrange bis 600 Fuß und der Oclbaum bis gegen 800 Fuß Hohevor, man kann aber eigentlich doch nur zwei Untcrrcgionen inder angebauten Region annehmen, nämlich die des Weinstvcksundder Wallnuß bis zu 2500 Fuß, und die des Getreidesbis zu 4500 Fuß, die sich aber schon bedeutend in die Waldrcgionhinauf erstreckt. In der nördlichen Schweiz geht der Wallnuß-baum zwar auch noch bis zu einer Höhe von 2500 Fuß, aberdie Region des Weinstocks reicht höchstens bis zu 1700Fuß über dem Meere (bei Zürich) , während die R e g i o n desGetreides ihre obere Grenze (nach Wahlenbcrg) bei 5400Fnß Höhe findet. Zu den Rhcingcgcnden wird wohl ein gleichesHvhenvcrhaltniß anzunehmen seyn, obgleich die dortigen Gebirgedie obere Grenze der Getreideregivn nicht erreichen. Weiter nachNorden ist die Kultur auf den Gebirgen lediglich auf den Ge-treidebau beschränkt, und in Norwegen (zwischen 60" und61" N. Br.) ist die obere Grenze der Gerste, die dort alleinnoch im Großen gebaut wird, nach einer mittleren Zahl 2000Fuß, in Lappland dagegen etwa in gleicher Höhe mit der obernGrenze des Nadelholzes, oder 800 Fuß über dem Meere anznneh-men. Im Allgemeinen bleibt jedoch unter allen Zonen die be-baute Region mehr oder weniger unter der obern Baumgrenzezurück, und selbst in Lappland, wo über den Fichtenwälderndie Region der Birke beginnt, reicht auch diese über die Grenzedes Gerstenbaues hinaus.
§. 287.
Wie wir in den hier gegebenen Beispielen die ursprünglicheVegetation der untern Bergrcgivnen durch die Kultur verdrängtund an deren Stelle eine andere, von Natur denselben fremdeVegetation eingebürgert sehen, so fehlen auch in manchen Gegen-den, ohne Zuthun des Menschen, die einer bestimmten Region nachder Breitezvne eigentlich zukommenden Pflanzenforme» und