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findet keine Befruchtung zwischen Pflanzen aus verschiedenen Fa-milien oder Gattungen, sondern nur zwischen Arten derselbenGattung oder zwischen Abarten der nämlichen Art statt. Merk-würdig ist es, daß zwischen den Arten einer Gattung hinsichtlichder gegenseitigen Befruchtung eine nähere oder entferntere Ver-wandtschaft vorhanden ist, welche von Gärtner die geschlecht-liche oder sexuelle Affinität genannt wird, und die nichtimmer mit der Verwandtschaft im äußern Bau oder mit dersystematischen (habituellen) Affinität im gleichen Ver-hältnisse steht, indem häufig dem äußern Baue (der Tracht oderdem Habitus) nach sehr verwandte Arten den Versuchen der ge-genseitigen Befruchtung widerstreben, während andere, wenigerähnliche Arten leicht zur Bastarderzcugung zu bringen sind.
Wenn die Narben einer Pflanze mit dem Pollen einer an-dern Art bestäubt werden, so liefern die durch diese künstliche Be-fruchtung erhaltenen Samen Pflanzen, welche meist unter sichkeine typischen Verschiedenheiten darbieten; wenn man dann dieBefruchtung zwischen denselben Arten auf die nämliche Weisewiederholt, so behalten die daraus hervorgehenden Bastarde im-mer die gleiche Bildung bei, und selbst bei dem umgekehrten Ver-suche, wenn nämlich der Pollen der mütterlichen Pflanze auf dieNarben der väterlichen gebracht wird, erhält man Samen, welcheganz gleiche Pflanzenformen liefern, wie die von der ersten Ver-bindung herrührenden. Diese Beobachtungen beweisen nicht nur,daß die Bildung der Bastarde ebenfalls nach bestimmten Gesehengeschehe, sondern auch, daß die Arten der Pflanzen wirklich inder Natur begründet sind, und es scheint, daß der Grad der se-xuellen Affinität bei gewissen, im Aeußern sich sehr nahe stehendenArten ein ziemlich sicheres Zeichen für deren systematische Ver-schiedenheit abgeben könne.
Die große Behutsamkeit, welche man bei den Versuchen, hy-bride oder Bastardformen zu erzielen, anwenden muß, und die
worüber er zwar bis jezt nur fragmentarisch in den verschiedenenJahrgängen der allgem. botan. Zeitung berichtet hat; wirdürfen aber, nach seinen wiederholten Aeußerungen, einem umfas«sendern und ohne Zweifel höchst lehrreichen Werke über die Ba-starderzeugung im Pflanzenreiche von ihm entgegensehen.