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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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235
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Bei einer größer»' Mannichfaltigkeit der Abänderungen inner-halb des Grundtypus einer Familie ergeben sich zahlreichere, meistdurch ein auffallenderes besonderes Gepräge von einander unter-schiedene Gruppen, wie in dem eben durchgeführten Beispiele.Bei größerer Gleichförmigkeit des Familientypus dagegen ist dieZahl und typische Verschiedenheit der Gruppen geringer. Solaffen sich in der Familie der Kre u z bl ü th ig e n, nach der Ab-änderung in der allgemeinen Bildung der Frucht, eigentlich nurdrei verschiedene Gruppen, nämlich die der Schließfrüchtigen(Xuonmentnoeas et I-omentnvone), der S ch ö tch e n t r a g e n d en(8ilio„!»«»s) und der Schoten tragenden (8it>iuosns) unter-scheiden, und in der gattungsrcichcn Familie der Dold eil-st stanzen sind wegen den geringen typischen Abänderungen nurzwei natürliche Gruppen, nämlich die der ächten und der (inTracht und Blüthcnstand) abweichenden D olden p fla uz en(lsinbelllkoruo Aoiiuiiins ot stosoisoentes) anzunehmen").

Wenn dagegen mehrere Familien in dem allgemeinen Baueder Blüthe und Frucht näher miteinander übereinstimmen, wobeisich häufig auch eine gewisse Verwandtschaft in der allgemeinenTracht kund gibt, und überyanpt wieder ein gemeinschaftlicher Ty-pus mehr oder weniger deutlich ausgesprochen ist, so bilden sie in

V«-A. I, p. 130) oder als kaeoniaaeae (krvilr. System. nat. I, p. 6-1)an, wozu er die Gattungen ^ataea, Xa»i>>orrlüra und k»eo>,i»zahlt. Diese Gruppe wird aber von Bart ling (Orü. »at. plant,p. 25i) zur Familie erhoben, indem er derselben noch einige Gat-tungen aus D e Candolle's Familie der ko(lopiix»->eeao einver-leibt ; ein Beweis, daß über den wahren natürlichen Zusammen-hang der Gattungen hier noch manche Zweifel obwalten, welcheübrigens auch noch in vielen andern Fällen eintreten.

*) In der Familie der Kreuzblüthigen wurden zwar, nach derbesondern Bildung der Frucht, des Samens und Keimes, 5 Un-terfamilien (Suboi-cUne«) und 2 l Gruppen (0« eamkatt«, Sz-at.nat. p. 148), und in der Familie der Dolde n p fl a nze n, nach derGestalt des Eiweißes und der Frucht, 3 Unterfamili'en mit 17Gruppen angenommen (kit-c/i, llene^um tiäbuumgue plant unibellik.uuva ilispo-iitio: i» Xov. ^et. ^cail. 0. I,. 6. Xat. Lur. XII, I,p. 55—156. — vs , piorlr. 8)-8t. nat. IV, p. 57); aber

diese sind keine natürlichen (auf eine typische Verschiedenheit derGattungen gegründeten), sondern nur künstliche (zur bloßen Er-leichterung des Ueberblickes gebildete) Unterabtheilungen.