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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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von Jussieu (Kenora plant. p. 334), De Can Volle (?i-o-strom. s^st. nat. II, p. 525) u. A. der Rang einer Familie zu-erkannt, welche bei Erstcrm in sieben, bei Lezterm in acht Grup-pen zerfällt; das Nämliche ist mit den lsenp flanz en (I.o-Zuniinosus) der Fall, welche die genannten Schriftsteller (Juss.a. a. O. >i. 545. De Cand. a. a. O. p. 93) in eilf Grup-pen theilen, während B a r t l i n g (Orst. nat. plant. p. 230, 231,p. 398417) aus den Rosaceen Jussieu's und De Can-dolle's sechs Familien, und aus den lsen pflanzen vier Fa-milien mit acht Gruppen (deren mehrere zum Theil wieder inUntergruppen zerfallen) gebildet, und diese Familien sämmtlich zueiner Ordnung unter dem Namen der Schöngewächse (6-,Io-psi^tas) vereinigt hat. Alle diese abweichenden Ansichten überdie Rangbcstimmung der bis jezt betrachteten Abtheilungen habenjedoch auf die methodische Anordnung der Pflanzen im Allgemeinenkeinen störenden Einfluß, sobald nur diese Abtheilungen selbst derNatur entsprechend und in ihr begründet sind, weil sie dann dochbei aller Namenverschicdcnheit zulezt im Wesentlichen einerlei sind.

Vierter Artikel.

Von den höhern Abtheilungen des Pflanzenreiches.

§. 304 .

Durch die Zusammenstellung der Arten zu Gattungen, derGattungen zu Familien und dieser wieder zu Ordnungen ist zwarschon vieles für die geregelte Einsicht in die Mannichfaltigkeit derPflanzenwelt gewonnen; aber ohne daß wir die Gattungen oderFamilien in eine bestimmte Reihenfolge ordnen, würde uns dochimmer ihre Unterscheidung und Auffindung sehr schwer, zum Theilunmöglich werden. Darum waren schon seit langer Zeit dieBotaniker darauf bedacht, zu diesem Behufe eine wissenschaftlicheAnordnung zu treffen. Die ersten Versuche, eine gewisse Reihen-folge der Familien aufzustellen, gründeten sich blos auf eine allge-meine Verglcichung und auf ein dunkles Gefühl ihrer gegenseitigenVerwandtschaft, wvrnach man dieselben, ohne sie vorher in Ord-nungen oder höhere Abtheilungen zu vereinigen, unmittelbar hin-tereinander stellte. Da man sich hierbei keines bestimmten