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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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II. Abth I. osttuta^e«.

2. Klasse. t'sttllkar't'L. ... 1. Klasse. ^cotxleckoueue, mit Ausschluß

der eben genannten Familien.

1- Ilnterkl. d»I>o 8 So .... Familie l^Iunci und ltepaticse.

3 . » ^pli>IIr>» .... » ^Igse und kuuxi.

Aus dieser Vergleichung ergibt sich, daß die Unterklassen DeCandolle's zum Theil weit umfassender sind als die KlassenJussieu's, zum Theil mit leztern übereinstimmen (die ersteund dritte Unterklasse der Exogenen), zum Theil aber auch weni-ger umfassend als diese erscheinen (die zweite Unterklasse der En-dogenen und die beiden Unterklassen der Zellcnpflanzen). Wasaber besonders diesem Systeme zum Vorzüge zu gereichen scheint,ist die größere Bestimmtheit der Begriffe, welche seiner Enithei-lung in Unterklassen zu Grunde liegen, indem das Unbestimmteund Schwankende der epigynischcn und perigymschcn Jnscrtionswciseder Staubgefäße glücklich vermieden wurde; wie es überhaupt durchseine größere Einfachheit nicht nur zum praktischen Gebrauche sich em-pfiehlt, sondern auch wegen der geringern Zahl von Klassen einenaturgemäßere Einrcihung der Familien erlaubt. Dcmungcachtctleidet anck dieses System an manchen Mängcln, die jedoch zumTheil mehr auf die Bcncnnungsweise einiger Klassen und Unter-klassen Bezug haben und, so weit dieses der Fall ist, leicht abzu-stellen wären. So beruht die Unterscheidung der Gefäßpflanzenin Exogenen (nach außen wachsende) und Endogenen (nachiuncn wachsende) auf der falschen Vcraussehnng, daß der Stammder leztern nicht von der Achse »ach dem Umfange seine'jüngcrnElcmcutarvrganc ansehe, sondern daß die jüngste Bildung derStammsubstanz jedesmal zunächst um die Achse liege. Die Un-richtigkeit dieser Ansicht ist schon früher (II, S. 555) dargctbanworden; daher können diese Klasscnnamen nicht beibehalten wer-den. Eine zweite Unrichtigkeit liegt darin, daß die krypto-g am ischeu Gefäßpflanzen unter die zweite Klasse gestelltwurden, wohin sie keineswegs gehören, da sie eben so wenig eineudvgeuischcs, sondcrü ein bloßes Gipfelwachsthum (II, S. 531bis 555) besitzen, und obendrein keine Sanken mit einem vorge-bildeten Keime, also auch keinen Samenlappenkörpcr haben, dem-nach in anatomischer und physiologischer Hinsicht sich durchausvon den M o n v k v t y le o on cc n abweichend zeigen. Darum