Hiernach erhalten wir eine gleiche Zahl von lezten Nnterab-chcilungcn, wie in den Systemen De Candvllc's und Bart-lings, welche nach ziemlich bestimmten und scbr augenfälligenMerkmalen gebildet sind. Da die Namen der Polypctalen,Mvnvpctalen und Apc taten Jussicu's auf einer falschenAnsicht von dem Blüthenban beruhen, also in morphologischerBeziehung wirklich unrichtig sind (vergl. I, S. 266 n. 267), sosollten dieselben ferner auch nicht mehr in unfern Systemen bei-behalten werden. Darum sind hier für die drei Unterklassen derDik o ty lc d o n cen die zum Theil schon von De Candollceingeführten Namen, welche die diesen Unterklassen zu Grundeliegenden Begriffe viel richtiger bezeichnen, vorausgestellt worden.
Unter die acht lezten Untcrabtheilnngcn (U nterklass e n) diesesSchema's waren nun die Ordnungen und Famiucn der Pflanzen zu ver»theilen. Wenn wir dabei die von Bartling aufgestellten Ordnungen(mit wenigen Abweichungen) zu Grunde legen und einigen inneuerer Zeit noch aufgestellten, so wie den von dem genanntenSchriftsteller in seinem Anhange aufgeführten Familien, nach ihrenverwandtschaftlichen Beziehungen ihre Steile anzuweisen versuchen,so ergibt sich folgende Reihe:*)
*) Bei der Einreibung der Familien nach dem Prinzipe der Unter-ordnung find jedoch zwei Umstände nicht außer Acht zu laßen:einmal, daß jedes systematische Schema mehr oder weniger künst-lich ist, und dann, daß in der Natur die Verwandtschaften nichtin einer einfachen Reihe ausgesprochen find, und wir also inunserer reihernveisen Anordnung der Familien nie ein völlig treuesBild des natürlichen Zusammenbanges des Pflanzenreiches zu ge-ben vermögen. Darum wird aueb dasjenige Schema, dessen Un-terabthcilungcn nicht zu zahlreich und dabei auf möglichst klare,aus der Natur selbst geschöpfte Begriffe gegründet sind, für diereihenweise Anordnung der Pflanzenfamilicn das geeignetste seyn.Da wir aber, wie schon bemerkt, in der Natur immer auf Aus-nalmien von unsern angenommenen Eintheiluugsgrüuden stoßen,welche uns nöthigen, die aufgestellten Regeln zuweilen unbeachtetzu lassen, um die natürlichen Verbindungen nicht gewaltsam zutrennen, so sollten diese Ausnahmen jedesmal gehörigen Ortes an-gegeben werden, was bisher von den wenigsten Schriftstellern beidem natürlichen Systeme geschehen ist.
Vilchoff, Bokniuk. I!- Laibes 2. Tdl-
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