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Naturgeschichte gebräuchlich sind/ wie die nun einmal angcnvm-menen Luxus, Linier», kelioti opium, tl)k»cliitlni8. Die Gat-tungsnamen, welche aus andern Sprachen als der lateinischenund griechischen entlehnt sind, selten möglichst vermieden werden;indessen wurden mehrere solcher Namen von Linne und denspätern Schriftstellern angenommen, nachdem sie nöthigenfalls soumgeändert worden, das; sie einen dem lateinischen oder griechi-schen ähnlichen Klang erhielten, wie Bovist»; !)soreIiLlI» undkiunell» aus dem Deutschen, ^nustanobior aus dem Französi-schen, Oaloßi» und Bulsatillr» aus dem Italienischen, 8ooi2ono»oaus dem Spanischen, Vi,t»v» aus dem Türkische», Lobte.-,, 8u»«,I.-»,Alnerur,, Laflia aus dem Arabischen, Hier» aus dem Chinesi-schen u. s. w.
Ucbrigens werden die Gattungsnamen von sehr verschiedenenGegenständen und Verhältnissen hergenommen. So von einemausgezeichneten Merkmal, wie Limssuln von den dicken, fleischigenBlättern, Veri'uo.-ii'iii von den walzenförmigen Früchten, Ox;'-ti-opis von dem spitzen Schiffchen der Schmetterlingöblnmc, Li-tliospornium von den harten Früchtchen; von einer Eigenschaft,wie Kubi» von der rothfärbenden Wurzel; von einer Heilkraft,wie kulinouari» , 8o»bios.-,, 8»nAuisoi'b»; von dem Boden undStandorte, wie ^veuari», Loutinglis, 8»xit».-,A!» ; von demVaterland, wie Aloluoeoll», I.veilim, karnassia, kunio», Lilii.-»-rinn, u. v. a. M.
Zuweilen hat man auch allegorische Namen aus der Mytho-logie entlehnt: Pl.-rf.'is für eine Gattung, deren Arten im süßenWasser wachsen; kaiuslb-^os, für eine in dichten Wäldern vor-kommende Gattung, ferner ki'vos, ki oserpinaca, /Vllonis, ^sareis-sns, Ll'niii», ksoatos, Kanins, So war es auch schon
in älteren Zeiten Sitte, die Pflanzen nach solchen Männern oderFrauen zu benennen, die sich als Beförderer der Botanik ver-dient gemacht haben; dahin gehören Lupatorlu»» (nach Eupator,einem König in Pvntus), L)sim.-,ol,i» (nach Lysimachus, Königin Sicilien), Leutia»» (nach Gentius, König in Jllyrien), V-,-lerian» (nach dem König Dalcrius), loueiium (nach Teuccr,König von Troja), ^»-tomisi» (nach der Gemahlin des Mausv-lus), (nach der Gemahlin des kalccdonischen Königs
Oeneus). Dieser Gebrauch ist auch später beibehalten worden,