klein, stumpf. Die SamenZahlreich, hellbraun, nctzig-run-zelig »).
Bei kryptogamischcn Gewächsen, wo manche Organe garnicht vorhanden sind, wird auch das Schema für die Beschrei-bungen anders ausfallen müssen. Doch hält man sich auch beiihnen wo möglich an die Ordnung der suecesiven Entfaltung derTheile.
Aus der beispielsweise hier mitgetheilten Beschreibung ist zuersehen, daß im Deutschen wie im Lateinischen die Namen der Or-gane, und in der Regel auch ihrer Theile, im Nominativ gesezt,baß alle überflüssigen Zeitwörter und Partikeln vermieden und dieMerkmale möglichst kurz und bestimmt dn*ch die in der Botaniküblichen Kunstwörwr, so weit diese ausreichen, bezeichnet werden.Die Interpunktion geschieht so, daß die Hauptorgane durch einenPunkt, die Theile eines Hauptorgans von diesem durch einenDoppelpunkt, von einander selbst aber durch einen Strichpunktunterschieden werden, während das Komma wie in der gewöhn-lichen Schreibweise zur Eintheilung der einzelnen Satze dient.Indessen stimmen nicht alle Schriftsteller in Bezug auf die In-terpunktion übcrein. Auch sollte nach Linnv's Vorschrift (kki-ios. Hot. §. 329) die Beschreibung so viele Absätze erhalten alsPflanzcntheile da sind, was jedoch zu einer großen und unnöthigenRaumverschwendung führt, und auch, namentlich in neuerer Zeit,nicht häufig nachgeahmt wurde. Der Zweck dieser Vorschrift war,daß man mehrere gegebene Beschreibungen leichter vergleichen und
') Man härte diese Beschreibung noch weiter ausdehnen und meh-rere der Theile noch umständlicher schildern können, z. B.: „DieBlätter 5" lang, IV' breit, die Blättchen 9 —1»'" lang, 4"breit, uuterseits schwach geädert; die Blüthenstielchen deckblatt-los; dcr Kelch 4b!ättrig; die Blume 4blättrig; 6 Staubgefäße,wovon 4 länger als die beiden übrigen; ein einziger Griffel; derSamcnkern ohne Eiweiß; der Keim seitenwurzclig oder mit an-liegenden Samenlappeu" rc.; diese Zusätze würden jedoch über-flüssig seyn, da sie theils unbedeutende oder ziemlich wandelbareVerhältnisse ausdrücken, theils nur Dasjenige wiederholen würden,was schon im Charakter der Gruppe, Gattung oder Klaffe gesagt ist.Selbst in eine ausführliche Beschreibung soll man nichts ganzUeberflüssiges aufnehmen.