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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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355
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Allgemeinen kennen gelernt haben, bleiben uns noch diejenigenSchriften zu betrachten, in welchen diese Grundsätze und Regelnzur Anwendung kommen, und die man unter dem gemeinschaft-lichen Namen der beschreibenden oder phytographischenWerke begreift. Sie lassen sich nach dem Umfange und den ver-schiedenen Beziehungen des in ihnen behandelten Stoffes untermehrere Abtheilungen bringen, welche wieder ihre besondere Na-men erhalten. Wir unterscheiden hiernach Monographien,Floren, Gärten, allgemeine phyto graphische Werkeund Werke über angewandte Botanik, müssen diesenaber auch noch (als Anhang) die botanischen Zeitschri ften unddie Denkschriften derAkademieen, sowie die Sammlungengetrockneter Pflanzen folgen lassen, die erstem, weil sie öftersMonographien von Pflanzen, oder selbst Floren kleinerer Bezirkeenthalten; die leztern, weil sie häufig bei den Pflanzenbeschrei-bungen citirt werden, somit in naher Beziehung zu den beschrei-benden Werken stehen.

1. Monographien.

S. 539.

Unter Monographie versteht man die phytographischeBearbeitung sowohl einer einzelnen oder weniger Arten, als aucheiner ganzen Gattung oder einer Familie und Ordnung.

Die Monographien der Arten sind gewöhnlich sehr aus-führlich gehalten, da sie Alles umfassen, was irgend auf dieKenntniß der abgehandelten Arten Bezug hat. Die ersten Bei-spiele einer regelrechten Bearbeitung einzelner Arten gab Linus.Dahin gehören: *)

*) Da es nicht möglich ist, hier die vollständige Literatur der ge-kämmten Phytographie zu geben, so müssen wir uns auf einemäßige Zahl von Beispielen beschränken, und es sollen darumaus jeder der oben genannten Abtheilungen nur einige der wichti-gern Werke angezeigt werden, mit vorzüglicher Rücksichtnahmeauf diejenigen, welche die vaterländischen und die Pflanze» derNachbarländer betreffen, ohne jedoch die bessern Schriften überaußereuropäische Gewächse ganz auszuschließen.

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