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3/2 (1840) Specielle Botanik II / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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573
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141. Gentianeen.

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etwas fleischig, weiß, röthlich überlaufen, mit weißen Barthaarenund an der Spitze ziirückgekrümmten Zipfeln; Staubbeutel mennig-rot!), zulczt schmutzig-violett. Auf sumpfigen Torf- und Moor-wiesen und in deren Graben, in Europa, im nördlichen Asien undin Nordamerika. Bl. im Mai und Juni. 2 !.

Die stark und rein bittern Blätter sind ein sehr geschäztes undhäufig angewendetes Arzneimittel.

Die Gattungen dieser Familie stehen im Linne'schen Sexual-systeme in der 4. und 5. Klasse, bis aus 2, von welchen die eine(krepusn tt/art.) in die 6., die andere (Oiiloru /).) in die 8.Klasse gehört. Im Gebiete der vaterländischen Flora wachsen Artenaus folgenden Gattungen:

1. Gruppe. Hechte Gentianeen. 4. Enzian, l-entiana L.

t. Bitterling. Lklora L, s. Erythräe. Lrytkrsea Kiek.

2. Swertie. Svrertia L. 2 . Gruppe. Menyantheen.

2. Fransenkante. lwmatoA0iiiuw 6. Zvttenblume. lVlenyantlies L.

-tt. v--a«n. 7. Villarsie. Villarsia Vsuk.

Anmerkung. Die zweite Gruppe wird wegen der klappigen Aesti«vativn und der wechselständigen Blätter von Spenner (tzandl. d.angew. Bot. Abth. 2 . S. 48 S) von den Gentianeen geschieden und alseigene Familie (dieiiysntdeLe) aufgestellt. Eben so wird die amerika-nische Gattung Sp igelte (Spinell» Kr»».), wegen des Daseyns vonNebenblättern, der klappigen Aestivativn und der zweifächerigen, um-schnitten-aufspringenden, wenigsamigen Frucht von v. Martins (kiov.8«n. et 8P. II. p. 132) von den Gentianeen (wohin sie bisher immergezählt wurde) getrennt und zu einer besondern Familie (8pi8elirieeae)erhoben.

XXVHI. Ordnung.

Röhrenblüthige. 'rudMorae

Kelch frei, gespalten, getheilt oder (seltner) gctrenntblättrig,meist bleibend. Blume unterweibig, mit einer gleichen Zahl derSaumzipscl wie der Kelch, im Blüthenknopfe oft gefaltet» mitdachigen oder zusammengedrehten Zipfeln; der Schlund oft bekränzt.Staubgefäße in der Blumenrohre befestigt, so viele als Blumcn-ripfel und mit diesen abwechselnd, meist getrennt. Pistill aus 2vder seltner 3 Fruchtblättern bestehend, diese entweder verwachsen,daher der Eierstock zwei-, drei-, auch fcheinbar-vierfächerig, oderDischvff, Botanik, lll. Dand-S 2. Thl. 38