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3/2 (1840) Specielle Botanik II / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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204. Cykndeen.

Die Flora Deutschlands und der Schweiz enthält Arten auSallen Untergattungen der Gattung

Fichte, kinus L.

Familie.

Cykadeen.

D»Imae pevnatitolisi: L»»n. (jUM Theil). INicum «ect. HI. -eN-

Männliche Blüthen nackt. Staubgefäße um eine spindelähnlicheSäule befestigt, senkrecht abstehend, aus einem schuppenfvrmigenoder schildigen Konnektive bestehend; dieses unterseits auf der ganzenFläche oder nach vorn zahlreiche, getrennte Anthercnsäckchen tragend.Weibliche Blüthen: Eichen zu 2 in den Kerben der flachen oderaus der innern Seite der schildstieligen, offenen Fruchtblätter sitzendoder eingesenkt, aufrecht oder umgekehrt, auf dem verengertenScheitel durchbohrt. Frucht ein Zapfen oder Kolben, aus den ge-trennten oder zusammenhängenden Fruchtblättern gebildet. Same»ungcflügelt, nußähnlich, in einer becherförmigen Vertiefung des Frucht-blattes eingesenkt oder mit einer dünnen, fleischigen Lage umkleidetund fast steinfruchtartig, mit dickem Eiweiß. Keim gerade, nfltober- oder unterständigem Würzelchen und 2 ungleichen, obcrwärts(meist) zusammengclvthetcn Keimblättern.

Immergrüne Bäume, in der Tracht den Palmen oder Baumfarne»ähnelnd Die Blätter auf dem Gipfel des Stammes zusammengedrängt,groß, fiederschnittig, in der Jugend schneckenlinig-eingervllt, ohne Neben-blätter. Die Blüthen zweihäusig, in gipfelständigen Kolben und Zapfen-

Es sind bis jezt 24 Arten (in 3 Gattungen) bekannt, welche nurin der heißen Zone und in den dieser zunächst gelegenen Ländern, haupt-sächlich der südlichen Erdhälfte, angetroffen werden. Diese merkwürdigenGewächse, welche sich in der äußern Bildung und in dem bloßen GipsesWachsthum ihres Stammes (ohne Ansehung von Jahresringen), so wiein der morphologischen Bedeutung der (als einzelne, umgewandelte Blätterzu betrachtenden) Blüthen und Fruchtkolben den Farnen analog verhalten,in den anatomischen Verhältnissen des Stammes als wahre Mittelgliederzwischen jenen und den übrigen Familien dieser Ordnung sich erweisen,aber in dem Vorhandenseyn deutlicher, doppelter Geschlechtsorgane undin dem Baue dieser Organe und des Samens die größte Uebereinstimmungmit den drei vorhergehenden Familien zeigen, sind deßhalb mit denselbenhier (nach dem Vorgang Bartling's) in eine Ordnung zusammengefaßtworden. Sie stehen zwar allerdings im natürlichen Verwandtschaftskreiseauf der Gränze zwischen den Dikotyledoneen und den kryptvgamische»