Buch 
2 (1843) Organisches Leben : Ergebnisse hauptsächlich aus der lebenden Welt über Entwickelung, Verbreitung und Untergang der früheren Bevölkerungen der Erde / von Heinrich G. Bronn
Entstehung
Seite
361
JPEG-Download
 

361

E. Betrachtet man nun den Torf allein in chemischer Hinsicht,' [° umschließt solcher eine so große Anzahl chemischer Elemente undfortwährend so sehr in einem Wechsel ihrer Verbindungen be-daß er eine Quelle sehr wichtiger Studien für den Geologen^krden kann; das jährliche Nachwachsen und das beständige Ver-'Men seiner Pflanzen, der jährliche wie jeder andere Witterungs-wechsel, die höchst hygroskopische Natur der Humussäure, die blei-bende Vermittlung des Wassers im Innern, das Leben manchfaltiger^hiere (Infusorien, Polypen »nd, wenigstens im Verhältnisse alsNj etwas frischeres Wasser ansammeln kann, Insekten,, Ringel-^Ürmer, Mollusken, ? Fische, ? Frosche) in Torf und Torf-MoorenWatten nicht, daß sich die chemischen Verwandtschaften der Torf-'Wstandtheile jemals ins Gleichgewicht sHen, so lange er nicht ganzW dem Wasser emporgetaucht und mit Erd-Schichten verschüttetW Es ist eine große chemische Werkstätte, worin sich nicht nur

lc Haupt-Bestandtheile desant

rorfes (Humussäure oder, nach neuern

H

ersuchungen, Ulmin- und Humin-Säure Mulder'S, Torfsäure°rmann's, auch etwas Quellsäure und Quellsatzsäure u. s. w.)^während bilden, sondern auch Wachs- und Harz-ähnliche Stoffe^tinasphalt, selten Bernstein, Fichtelit u. s. w.) aus etwas ab-^chenden Pflanzen-Verbindungen hergestellt werden. Welche freie^ Wen in, Torfe vorkommen (man hat Essig-, Äpfel-, Schwefel-^ Phosphor-Säure angegeben), muß aufs Neue untersucht werden.Und" ^"deren Mineralien bilden sich theils' aus unorganischen»Nv ctU ^ organischen Säuren und den dem Torfe beigemengten^"ischen Basen die ulminsauren, huminsauren, qnellsauren^^"ollsahsaurcn Alkalien, Erden und Metalloxyde, die schon oben^lmmoniaksalz-Derbindungen (S. 330 ff.), mehre schwefel-^lze (als Glaubersalz, Gyps, Reußin, Eisen-Vitriol) danntz^cfel, Eisenkies, Kupferoxyd, Kochsalz, Phosphorsaurer Kalk,^pferz, Eiscnblau u. s. w.

^ en chemischen Prozeß der Torf-Bildung besser beobachten z«W'tes' ^gte sich Wieg man n d. V.') im Frühling 1828 ein 2^ tiefes, 2 '""d z- langes Loch in der Erde an, ließ eS mit Kieselsteinen ans-«Uf ^ ^llte es mit solchen Pflanzen und insbesondere Gräsern, welche*** dem Torfmoor im Hagenbruch bei Braunschweig wachsen, mit^ Konserven und Lemnen, nachdem sie alle an den Wurzeln von

')

a - O. S. 6o ff.