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2 (1843) Organisches Leben : Ergebnisse hauptsächlich aus der lebenden Welt über Entwickelung, Verbreitung und Untergang der früheren Bevölkerungen der Erde / von Heinrich G. Bronn
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Werden, da die Bestandtheile beider von gleicher Art und die quantitativenunterschiede zwischen den Harzarten lebender Koniferen viel größer alsZwischen diesen und dem Bernsteine find.

d. Ein interessantes Bild chemischer Thätigkeit des Torfmoores von"tanzensbad bei Eger an der Stelle eines ehemaligen Landsee's entwirft^ns Palliardi l ), welches wir unzerstückt hier voranstellen wollen, da** uns einen Begriff von den natürlichen Beziehungen der MineralienUi a- Bestandtheile eines Torfmoores gibt, während die chemischen AnalysenUltg solche nur summarisch anzeigen und nicht einmal den von außen aufMechanischem Wege zugeführten Stoffen Rechnung halten. Die Grund-% bildet eine undurchlassende Lehm-Schicht. Darauf ruhen 3'4' Sand», e l<t)er das 10'12' mächtige Moor trägt. Seine Masse ist dunkel ge-?tbt, ©st schwarzbraun, sehr fein und fettig anzufühlen, von salzig-zu-"Anienziehendem Geschmacke und nach dem Befeuchten von weinsäuerlich-^.^efelartigem Gerüche. Eine Menge Pflanzen-Reste von Schilf-artiger^/ur und zahlreich ihn durchziehende Würzelchen verrathen seine vege-P 1 l *sc!)e Entstehung. Seine Oberfläche ist theils kahl und theils mit.glichen Pflanzen bedeckt. Auf großen beständig überschwemmten Strecken^ erheben sich viele bis fußhohe und auf der Spitze mit Glaux maritim»^achsene Häufchen; auf trocknen Stellen aber ganz andre mit Gräserntz^"ehsene sanft ansteigende und in der Mitte wieder vertiefte Hügelchen,Höhe. An nackten Orten endlich steht man häufig rundejungen von Federkiel-Weite, die stch bis auf 6" Tiefe verfolgen lassenwen fortwährende Gas-Entwickelungen veranlaßt zu seyn scheinen;

sich nach anhaltendem Regen wieder Sonnenschein einstellt, siehtfche' ^^"mm-artige Auswürfe um dieselben. Vielleicht dient diese Er-crk/'Y^ mit dazu, die vorhin erwähnten Hügelchen und Häufchen zuNeti* 1 ** 1 An der Oberfläche des Moores findet man folgende Minera-ya ' l) schwefelsaures Natron, als weißgelbe Kruste von 1'"2'" Dicke,^"Ike is^vr - Stellen bedeckend; 2) Neußin (eine schwefelsaure Natron-* n Form von schneeweißen büschelförmig zusammengehäuftenalz krystallen die Pflanzen überziehend; 3) Kohlensaures NatronY U ' 1 ~ ^ schwefelsaures Eisen, schön gelbe Krusten von 4"'6'"^"gen Bei Nachgrabungen im Boden entdeckt man 1) ganze

^'aun lSum,n ®M Holzes, dessen Stämme von außen nach innen schwarz,t,e 3 «tab'r l> Ergelb sind; 2) Sumpserz, deutlich durch Jnkrustirung^wefeie ^Er Theile mit Eisenkies [?] entstanden und an der Luft zublasse p Eisen zerfallend; 3) eine röthliche metallisch glänzende^'seu j Äderchen im Moore bildend; 4) schönes WosphorsaurcsSagz bringen Quantitäten; s) krystallirten Gyps in sehr kleinenUnter ^^ttdeten schneeweißen Krystallen, öfters Nester-weise. EndlichWau t/" trocknen Grashügeln, wenn man sie sorgfältig abhebt, gewahrtzuerst eine etwa 6" starke Lage von Eisen-Hydrat?, in kleinen

^hrb. 1838 , 8991,