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die beiden Erdhalbmesser, deren Bogenabftand bestimmt werden soll, ein-schließen. Multiplicirt man den gefundenen Winkel x, der das Maaßdes Erdbogens ist, mit Fünfzehn, so erhält man die Größe des Bogensin deütschen Meilen. Umgekehrt läßt sich aus der bekannten Höhe einesBerges auf die Entfernung schließen, in welcher man sich von ihm befin-det, wenn sein Gipfel am Horizont und über demselben erscheint, und imletztem Falle der Winkel gemessen wird, den die Spitze mit dem Horizontebildet. In der obigen Tafel ist die Strahlenbrechung oder Refraktionunberücksichtigt geblieben, diejenige Erscheinung nämlich, welche die Rich-tung der Lichtstrahlen von ihrem geraden Wege abzulenken und in einenbogenförmigen zu verwandeln strebt, und davon herrührt, daß die, dieErde umgebenden Luftschichten um so dichter sind, je näher sie sich an derOberfläche derselben befinden.
Nachdem wir oben den Umfang der Erde im Längenmaaß der deüt-schen Meilen festgestellt und nach den Eigenschaften der Kugel gefundenhaben, daß alle Umfangslinien, die durch den Mittelpunkt der Erde gehen,mithin der Äquator und sämmtliche Meridiane, von gleicher Größe,demnach auch die Grade auf denselben gleich lang sind, können wir dieGröße des Umfangs der Parallelkreise und die Länge ihrer Grade bestim-men. Nach geometrischen Gründen findet man den Werth eines Parallel-grades x und den Umfang des Parallels, wenn man den Cosinus der ihmzugehörigen Latitudo B mit der Zahl der Meilen, welche auf einen Äqua-torgrad und den Umfang des Äquators gehen, multiplicirt; demnach
x — 15 . ov8. B, H — 5400 008 . O.
Auf diese Formel gründet sich die Berechnung der nachstehenden Tafel,der wir einen so großen Umfang gegeben haben, um mittelst derselben,ohne viele Interpolation, eine geographische Aufgabe leicht auflösen zukönnen, die nicht selten vorzukommen pflegt, nämlich die Entfernung zweierOrte zu berechnen, welche unter gleichem Parallelkreis gelegen sind.
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