Sechstes Kapitel
Abnahme der Wärme in senkrechter Richtung. Werth der Höhe in Toisen für einen GradWärme-Berminderung, nach Beobachtungen an Bergen in der gemäßigten Zone; in freierLuft bei aeronautischen Ausflügen. Störungen, welche die regelmäßige Abnahme der Wärmemodificiren. A. von Humboldt'S hierauf bezügliche Beobachtungen auf der Andeskette unddem Plateau von Mejieo; seine Temperatur-Skale für die heiße Zone und ihren nördlichenRand; desgleichen für die gemäßigte Zone; und übersichtliche Zusammenstellung für beideErdgürtel. Boussingault's Beobachtungen in der heißen Zone. — Schneclinie; Schwankun-gen derselben» Humboldt K Tafel zur Übersicht ihrer Höhe. Erlaüterungcn dieser Tabelle.Tafel der mittlern Jahrcswärmc von 3VV Llrten auf der R. und S. Hemisphäre. Siedepunktin verschiedenen Höhen. Hat sich die Temperatur seit den historischen Zeiten verändert?Nachwcisung strenger Winter. Extreme der Wärme und Kälte in Berlin und Paris. Abso-lute Minima und Marima der Temperatur an 32 Qrten. Gang der Temperaturvon siebe» Srten seit ncünzig Jahren.
Nachdem wir in dem vorhergehenden Abschnitt die Verbreitung undVertheilung der Wärme in wagrechtem Sinne kennen gelernt haben, kom-men wir zur Betrachtung der Wärme-Unterschiede in senkrechter Richtung,wo uns die allgemein bekannte Erfahrung leitet, daß, je höher wir unsüber die Erdoberfläche erheben, je höher der Berg ist, den wir ersteigen,um so kühler und kälter die uns umgebenden Luftschichten werden, biswir endlich eine Linie erreichen, die in wagerechter Richtung um vielehundert Meilen von uns absteht, hier aber nur wenige tausend Fuß ent-fernt ist, die Linie nämlich, wo der Schnee nie thaut, die Gränze desewigen Schnee's.
Das erste, was unsere Theilnahme in Anspruch nimmt, ist der nume-rische Werth der in irgend einem Längenmaaß (z. B. Toisen) gegebenenHöhe, welche mit der Wärme-Abnahme von einem Grad korrespondirt.Seitdem Lambert zuerst aus diesen Gegenstand aufmerksam gemacht hat,ist man vielfältig bemüht gewesen, jenen Werth durch unmittelbare