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In dieser Figur ist ^ ^ die Achse der Abscissen, welche durch dieBeobachtungs-Stunden 18^, 2l0 u. s. w. ausgedrückt sind; 08 ist dieKurve der Temperatur in der obern Station (Brocken); 178^ die analogeKurve sür die untere Station; die Kurve der Wärme-Abnahme.
Die Figur zeigt deutlich, 1) daß die Temperatur-Kurven in der obernund untern Station nicht parallel, und 2) daß die Ordinaten der Kurveder Wärme-Abnahme um so größer sind, je kleiner die Ordinaten derTageswärme ausfallen. Vergleicht man aber die Resultate der obigenvier Beobachtungsreihen unter einander, so erkennt man sofort, daß, wennauch diese konstante Erscheinung auf ein Naturgesetz gegründet sein müsse,die einzelnen Messungen zu abweichende Resultate geben, um daraus dasGesetz selbst herleiten zu können. Die Anomalien sind in der That sobedeütend, daß z. B. in der ersten Brocken-Reihe die Beobachtungen umIi0 eine Höhe von 281,^, und die um 22^ eine Höhe von 161,füreinen Grad geben; Resultate, die ihrer großen Abweichung wegen nichtin die obige Übersicht mit aufgenommen wurden. In der zuerst genann-ten Stunde übertrifft die Temperatur der untern Station die Wärme deSBrockens nur um l°,g im Mittel aus zwanzig Beobachtungstagen; ja eskommen einzelne Tage vor, wo die Wärme der obern Station um 2",;,2°,s, 2°, 4, 4°„ größer ist als die der untern Station; eine Erfahrung,die auch Hörner selbst auf dem Rigi machte, als er daselbst im Januarund Februar 1827 analoge Beobachtungen anstellte. Während der dreiersten Tage waren bei heiterm Wetter die Temperatur-Differenzen derWärme-Abnahme nahe proportional; als aber am 24. Januar Schneegefallen war, wurde dieser Unterschied negativ, d. h. die Temperatur warauf dem Rigi um 2°,^ höher als in Zürich, der untern Station. Diesesungewöhnliche Verhältniß der Temperaturen dauerte ohne Unterbrechungvom 29. Januar bis 1. Februar; und am 31. Januar erreichte die ne-gative Differenz einen Werth von 7°,z bis 8°,7, obwol die Beschaffenheitdes Himmels dieselbe wie in den ersten Tagen war; oben hatte manheiteres Wetter mit SW. Wind, unten bedeckten Himmel bei NO. Wind.Diese Verrückung der gewöhnlichen Wärme-Verhältnisse zwischen niedrigund hoch gelegenen Örtern, welche wesentlich dazu beiträgt, die hohenRegionen bewohnbar zu machen, zeigte sich in der Schweiz besonders auf-fallend während der strengen Kälte der Monate Januar und Februar 1830.Die Bewohner des Klosters und Pilgerorts Maria zum Schnee auf demRigi (452< über dem Zuger See) fanden die Kälte im Dorfe Art, amFuß des Berges, unerträglich; und um dieselbe Zeit war es in demHoch-thale von Chamouny, am Fuß des Montblanc, nicht so kalt als in Genf.