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Eine noch genauere Eintheilung der Windrose halbirt den Winkel,den die Windrichtungen einschließen, so daß vier und sechszig Winde undStriche des Kompasses entstehen. Die Richtungen, in welchen uns dieWinde fühlbar werden, sind nicht immer die wahren Richtungen ihresUrsprungs, da sie in ihrem Laufe durch Gebirge, Thäler häufig gewendetwerden; nur in sehr großen Ebenen, wo sich keine Hindernisse finden, oderauf dem "offenen Meere, oder hoch in der Luft behalten sie ihre ursprüng-liche Richtung bei. Nicht selten sieht man au der Bewegung der Wolken,daß in den hohem Regionen der Atmosphäre die Winde eine andere, oftganz entgegengesetzte Richtung haben, als in den untern Luftschichten.Jene sind gewöhnlich länger herrschende Winde eines sehr entfernten Ur-sprungs, diese aus nähern Ereignissen entstandene Winde von kurzerDauer.
Was die Geschwindigkeit der Winde betrifft, so gründet sich auf diesesowol als auf die Kraft, welche die Luftströmungen ausüben, eine Abthei-lung derselben in Wind, Sturm und Orkan, ohne daß hierbei jedoch festePrinzipien ängenommen sind. Die mit dem Temperatur-Unterschied wach-sende Geschwindigkeit des Windes wird gemessen, indem man die Längedes Weges, welchen ein leichter Körper, z. B. ein Stückchen Papier, odereine Flaumfeder, zurücklegt, mit der Zeit, z. B. einer Sekunde, vergleicht,die er zur Bewegung bedarf. Der Druck, welchen die sich bewegende Luftauf eine Fläche äußert, oder die Stärke des Windes, hangt besondersvon der Geschwindigkeit ihrer Bewegung ab. Beide Äußerungen derLuftströmungen, so wie auch ihre Richtung, werden auch an eigends dazuerfundenen Instrumenten beobachtet, die man Anemometer nennt, leideraber noch nicht allgemein im Gebrauch sind; man begnügt sich noch im-mer damit, die Stärke des Windes nach einer etwa fünf Grade oderStriche enthaltenden Skale zu bestimmen, die von den Baümen gegebenwird: — Beim ersten Grad der Windstärke werden allein die Blätter,beim zweiten die kleinern Zweige, beim dritten die größern Äste, beimvierten der ganze Baum bewegt, und beim fünften starke Baüme nieder-gerissen oder gar entwurzelt. Benennt man die Winde nach Maaßgabeihrer Geschwindigkeit und der Kraft in Pfunden, mit welcher sie auf dieFläche von einem Quadratfuß drücken, so dürfte sich folgende Skale an-nehmen lassen: