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Erster Band.
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vom April bis Oktober in den zuletzt genannten Gegenden vor; alleindieser Monsun kann als eine Verlängerung des der Sonne folgendenS.O. Passates angesehen werden, der sich bis Lat. ia° oder 12° S. zurück-zieht, wenn das Gestirn nach dem südlichen Wendekreis wendet. Die Ge-genden, wo der N.W. und S.O. Monsun mit größter Stärke und Regel-mäßigkeit herrschen, sind die Djava-See, die Gewässer von Timor, derMolnkken und Banda-Jnseln, und von da weiter gegen Osten nach Neü-Guinea hin.

Westwinde findet man zuweilen in der Nähe des Äquators im StillenOcean weit gegen Osten von Neü-Guinea. Eben so kommen sie zu Zeitenim Atlantischen Ocean in der Nähe des Äquators, oder etwas nördlichvon demselben vor, und bilden so einen Gegenstrom in Beziehung auf dieN.O. und S.O. Passate, welche auf beiden Seiten dieser Zone herrschen.In dieser Zone wehen aber auch andere, veränderliche Winde, besondersaus Süden, mit haüfigen Windstillen, Donner- und Regen-Böen. Inder unmittelbaren Nachbarschaft des Äquators wechseln diese veränderlichenWinde haüfiger von Ost gen Süd, als von Ost gen Norden; in denMonaten Juli, August und September wehen sie aber haüfig aus derWeltgegend, die vom West- und Südpunkte begränzt ist. Diese entstehenoft aus Stürmen und sind daher nur vorübergehend. In der Region derveränderlichen Winde zwischen den Passaten herrschen südliche Winde mehrvor, als alle andern, insbesondere, wenn die Sonne ihre größte nördlicheDeklination erreicht hat. Schiffe, die nach Norden steüern, sind daherauch im Stande, die Region schnelleren durchsegeln, als diejenigen, welchenach Süden fahren. Doch finden sich auch Windstillen und veränderlicheWinde in jedem Monat des Jahres, die ersten aber, welche in der Nach-barschaft des N.O. Passates am meisten vorkommen, sind selten von lan-ger Dauer. Auf diese Calmen folgen haüfig plötzliche Böen, die in ihrenersten Bestrebungen gegen die Widerstand leistende Atmosphäre zuweilenvon Wirbelwinden begleitet sind; schwere Kühlten oder gar Stürme vonlanger Dauer kommen aber in der Nähe des Äquators fern vom Landeauf offener See niemals vor.

In der folgenden Tafel sind die Resultate über die Äquatorialgränzender Passatwinde im Atlantischen Ocean zwischen den Meridianen vonLong. 2<>° und 28° W. enthalten, wie sie HorSburgh aus den auf zwei-hundert acht und dreißig Ostindienfahrten in den Jahren 17SI bis 1807angestellten Beobachtungen mit Ausnahme derjenigen wenigen Schiffehergeleitet hat, welche ihren Kurs östlich von St. Helena sehten.

Berghaus. Bd. I. 2a