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finden soll, entweder auf einer Höhe stehen, oder die Wolke muß sehrniedrig sein. Gewöhnlich ist der Schattenring von außerordentlicher Größe.
Das Zodiakal- oder Thierkreislicht ist eine leuchtende Erscheinung,die man nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang als blassen, derMilchstraße ähnlichen, aber schwächen: Lichtschimmer und in der Gestalteines umgestürzten Kegels oder einer umgestürzten Pyramide erblickt,deren Grundfläche gegen die Sonne gerichtet ist. Die Achse des Zodiakal-lichts ist gegen den Horizont verschieden geneigt und macht mit der Ebeneder Ekliptik einen Winkel von etwa 7°. Man bemerkt es stets, wennder Himmel klar ist, in der heißen Zone, seltener aber, je weiter wir unsvom Äquator entfernen. Die günstigste Jahreszeit zu seiner Beobachtungist der Anfang des Monats März; in einigen Jahren ist es Heller alsin andern; vorzüglich glänzend wurde es in Paris am 16. Februar 1769wahrgenommen. Das Thierkreislicht liegt in der Ebene des Sonnen-Äquators und wird deshalb von Einigen als mit der Notation diesesHimmelskörpers in Verbindung stehend betrachtet.
Das prachtvollste unter allen leüchtenden Meteoren ist aber unstreitigdas Nordlicht. Nur als solches kann es hier betrachtet werden, nicht inseinem Zusammenhang mit dem Magnetismus der Erde (dessen Betrach-tung einem andern Abschnitte vorbehalten bleiben muß), nicht als dasGewitter der magnetischen Kraft, wie ein geistreicher Physiker das Nord-licht unlängst genannt hat. Es ereignet sich in der Nacht bei klaremHimmel und Frostwetter, und zwar in denjenigen Gegenden der Erde,welche den Polen zugewendet sind, ohne daß man sagen könnte, der Sitzseiner Ursache liege an den Polen selbst, da man es in hohen Breitenauch vom südlichen Horizont gegen den Scheitelpunkt hat aufsteigen sehen.Man sieht das Phänomen sowol in den nördlichen als in den südlichenGegenden der Erde, daher man es lieber Polarlicht nennen mögte.
Sehr haüfig in den kalten Zonen nimmt sein Vorkommen desto mehrab, je weiter man in die gemäßigten Klimate herabsteigt, wo, in Bezie-hung auf das Nordlicht, der Parallel von Lat. 35° N. als Gränze derSichtbarkeit angenommen werden dürfte. So alt die Wahrnehmung diesesPhänomens auch ist (denn man findet Spuren seiner Beobachtung beiden Alten, beim Aristoteles, Plinius und Seneca), und so zahlreich dieBeschreibungen des prächtigen Schauspiels auch sind, so ist es doch wolvon keinem in einer so großen Vollständigkeit (als glänzendes Meteor)abgehandelt worden, als von Argelander in Abo, der während eineslangen Aufenthalts in dieser nordischen Stadt (Lat. 60° 27J eine trefflicheGelegenheit hatte, dasselbe zu beobachten. Das, was er über diese Natur-