hohe und niedrige. Das hohe Medoc erstreckt sich von Margaux bis Saint-Surinde Cadonrne und Saint - Estephe und liefert die geschätztesten Weine, insbeson-dere drei Sorten, welche immer 20 bis 25 Prvcent theürer bezahlt werden, alsolle übrigen, auch vortrefflichen Gewächse desselben Gebiets; diese drei Sortensind Lafitte, Latonr und Ehateau-Margaux. Nieder-Medoc beginnt bei Saint-Surin de Cadvurne und erstreckt sich bis an's Meer. Zwar giebt es hier aucheinige ganz vortreffliche Sorten, doch stehen sie den Gewächsen von Hoch-Medocweit nach. Unter dem Namen Les Graves versteht man den kiesigen Landstrich,welcher sich von Bordeaux in südlicher Richtung bis auf drei Stunden von dieserStadt erstreckt. Hier ärntet man auch treffliche Weine, unter denen der Haut-Vrion, welcher eine Stunde von Bordeaux in der Gemeinde Peffac wächst, desausgezeichnetsten Rufes genießt. Die bisher aufgezählten Weine, welche zurKategorie der rothen gehören, bilden die erste Klasse der Bordeaux-Weine. DiePalüs sind Anschwemmungen der Garonne und Dordogne, die Eötes dagegendie Anhöhen längs der Garonne und Gironde, auf dem rechten Ufer, von Langvnbis Blaye. Die Weinberge, welche man mit dem Namen der Terres fortes be-legt, sind diejenigen des Medoc, deren Boden nicht kiesig ist; endlich heißt dasGabelland zwischen der Garonne und der Dordogne Pavs d'entre-deux-Mers;seine Weinberge liefern nur Weine von untergeordneter Qualität. Zur zweitenKlaffe der rothen Bordeaux-Weine gehören: Rozan, in der Gemeinde Margaux;Gorce, ebendaselbst; Leoville und Larose im Kirchspiel Saint-Julien; Vrane-Mouton, Pichon-Longueville im Gebiet von Pouillac, bei dem Weinberge Lafitte;Calon im Gebiet von Saiut-Estephe. Von den rothen Weinen der dritten Klaffenennen wir nur die schönen Sorten Saint-Jiilien-de-Rögiiac und Saiut-Estephe;von denen der vierten Klaffe den Saint-Emilion, welcher etwa zwei Stundenvon Libourne wächst, der Weine der fünften Klaffe nicht zu erwähnen. — Auchdie weißen Bordeaux-Weine zerlegt man in fünf Klaffen. In die erste Klassegehören die Graves-Weine von Saint-Bris und Carbonnieux, welche auf demGebiet von Willenave-en-Nions, etwa sechs Stunden von Bordeaux, wachsen;dann der Pontac oder Dülamon, im Kirchspiel Blanquefort, zwei Stunde» nord-westlich von Bordeaux, „,,h die Gewächse der auf dem linken Ufer der Garonneliegenden Weinberge von Souternes, Barsac, Preignac und Beaumes. Dieseweißen Bordeaux-Weine sind es ausschließlich, welche in den auswärtigen Handelkommen, obwol auch manche von den andern Klassen unter ihrem Namen passi-ven mögen. Das Departement der Gironde, bestehend aus dem Bordelais undeinem Theil der Gascogne, ist diejenige Landschaft Frankreichs, welche den aller-größten Weinbau treibt. Mehr als der zehnte Theil seiner Oberfläche ist mitReben bepflanzt. Es hat ein Areal von 1971/5 deütschen Geviertmeilen, unddavon sind über 20 Meilen (genauer 4 Zi,ooo Preußische Morgen) der Kultur deSWeinstocks gewidmet. Der jährliche Ertrag wird auf beinahe iz Millionen Fla-schen berechnet; davon werden nur 15 Prvcent im Lande selbst getrunken, die übri-gen 85 Prvcent kommen in den Handel oder werden zu Branntwein und Weingeistverbraucht; letztere Verwendung ist jedoch nur sehr gering: sie beträgt 15 Prvcent.
Die Weine der Provinz Champagne haben einen so wohl begründeten Ruf,daß es unnvthig sein wird, ihr Lob «uszusprechen; indessen sind es doch nicht alleinnerhalb der Gränzen dieser Provinz gewonnenen Sorten, welche auf die Ehre,den Namen des Champagners zu tragen, Anspruch machen können; dieser be-ruhmte.Wein, von dem so große Sendungen in's Ausland gehen, wird nur allein