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CLASSIS II. SPECIES.
89. V. praecox All. floribus pedunculatis, foliis in-ferioribus petiolalis cordato-ovalis serratis: floralibus subses-silibus pedunciilo brevioribus , capsula obovata emarginata tur-gida, ca ule erectiusculo. Alliost. Auct. i. 1. f. i.
Früher E. ©. 3. 4. Per Stengel selten höher als 3 — 4 Zoll. Dieaufrechten Blüthenstiele länger als die Blätter, und tragen eine kleineblaue Krone. Die ganze Oberfläche mit drüsentragendem Haar besetzt.Auf trockenen Aeckeru in Süddeutschland, seltner im mittlern: SachsenThüringen, Main - und Rheingegenden.
90. V. arvensisL. floribus subsessilibus, ioliis infe-rioribus petiolatis cordato - oyatis serratis: floralibus sessilibuspedunculo longioribus, capsula obcordala cornpressa. Eng. b.
734. Fl. D. t. 515.
Feld-E. ©. 4—7. Die blauen Blüthen stehen auf Stielen, die kür-zer als das Blatt sind. Die blassgrünen Blätter sind mit drüsenlosenHaaren besetzt. Auf Brachäckern, bewachsenen Anhöhen, Mauern,Schutt.
91. V. polita Fries, foliis subcordatis inciso-serratislaevibus glabriusculis, sepalis corollam aequantibus, acutis,capsula turgida inunarginata glandulifera. Rchb. Kupfers. III.ic. 404-405.
Glatter E. ©. 3 — 5. Das Kraut ist glänzend grünlich und fast kahl.Die Blätter sind eingeschnitten - gesägt und am Rande oft abwärts ge-bogen. Die Blüthenstiele sind bei der Fruchtreife ganz zurückgebogen.Die Kelchabschnitte sehr nervig, kahl, nur am Rande fein behaart.Die Blüthe ist hell kornblumenblau und der Griffel steht aus ihr her-vor. In der Saat wird sie sehr dünn. Auf Aeckern und Gartenbeeten*).
92. V. Buxbaumii Test, foliis cordatis grosse serratis,calyce acuto, capsula acuata (Rchb. Kupfers. III. ic. 430.431.) V . etc. — maior Buxb. c. 1. t. 40. f. 2. V. Tourne-jortii Gmel. Fl, bad, V. hospita M. K.
Buxbaums-E. ©. 3 — 5, 8 — 10. Sie findet sich in ganz Europavor, ist unter ihren Verwandten die grösste in Hinsicht auf Ausdeh-nung ihrer Stengel, Blätter und Blüthen. Die Kronen sind lebhaft blau,
*) Anm. Diese V. polita u. V. opaca wollen manche Schriftstellernicht unterscheiden können, sie haben dann entweder keine ächtenISxemplare, am wenigsten lebendige gesehen, oder dieselben nur ober-flächlich betrachtet.