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1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSIS n. SPECIES.

Amerikanisch* E. 1). Die Knospen eirund und braun. Die Blö-then haben einen glockenförmigen 4zähnigen Kelch. Die Fliigelfruchtist kleiner als bei voriger, schmal-lanzetförmig, an der Spite stumpfund kurz gespitzt. Ein Baum von 20— 25 Fuss Höhe. In Virginienund Carolina.

>><- 159- Er- caroliniana W. l'oliolis peliolatis lan-ceolnlis semilalis nilidis glnbris, ranmlis glnbris, lloribus ca-lyculatis. Fr. lanceolata Bokkii. Fr. latifolia l'oliolis orato-lanceolalis Willd.

Carolinische E. fy. Die Knospen bauchig - eirund und braun. DieBlüthen wechseln das Geschlecht, wie bei der gemeinen Esche; er-scheinen zu Ende Aprils oder Anfang Mais; der Kelch der vorigen undvon der Länge des Fruchtknotens, aber ohne Krone. Carolina.

No. 154. zeichnet sich in Gartenanlagen durch sein schönes Laub,das nicht von den Insekten leidet, und durch seine vortreffliche Blütheaus; sie bringt aber selten reifen Saamen, deswegen pfropft uni kopu-lirt man Reiser von ihr auf die gemeine Esche. Von ihr, so wie nochvon andern, im südlichen Europa wachsenden Eschen erhält inan diebekannte Manna, die als ein klarer Saft durch Stiche der Cicaden, odernoch mehr durch Einschnitte hervorfliesst und nachher verdichtet. DasHolz beider deutscher Arten ist zähe, weiss und sehr hart; es wider-steht auch in feuchtem Boden der Fäulniss. Ganz Vorzüglich dientNo.155. zu Wagner-Arbeit; auch die Drechsler, Fassbinder und Tisch-ler benutzen es. Die Wurzel zeigt schöne Masern. Das Holz ist sehrgut zum Brennen und Verkohlen; 28Pfund Asche desselben geben 5 PfundPotasclie. Das frische und trockene Laub ist ein sehr gutes Futter fürRindvieh, Schaafe und Ziegen. Nur schmeckt die Milch der Kühe bitterdarnach. Man kann sie alle 6 — 7 Jahre köpfen und als Kcpfholz be-nutzen, und wenn die Kopfstämme nicht kernfaul werden sollen, so darfman den Gipfel nie mit abköpfen. Die Rinde färbt für sich nur schwach;aber mit Zusätzen erhält man dauerhafte braune Farben. Es wird einhellrother Lack aus ihr bereitet. Sie wird auch unter dem Namendeutsche China, als fiebervertreibend und stärkend gebraucht und ent-hält Gerbestoff. In England kocht der gemeine Mann die unreifenFrüchte mit Salz und Essig ein und bedient sich derselben zu Brühen.Die Hornissen (Fespa Crdbro) schaden den jungen Stämmchen durchdas ringförmige Abnagen der Rinde, und die spanischen Fliegen (Lyttavesticatoria) fressen die Blätter ab. Aus 154. u. 155. fliesst die Mannaaus. Die beste Vermehrung geschieht durch Saamen und Wurzelspros-sen. — Die beiden letzten Arten verdienen wegen gleicher Nutz-barkeit angepflanzt zu werden, und vertragen unser deutsches Klimasehr gut.