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1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSIS III. SPECIES.

Rauhe Tr. y. 6. 7. Die Halme werden oft an 4 Fuss hoch unddarüber; sie sind mit steifen Haaren besetzt. Die flachen Blätter sindsehr lang. Die Rispe wird oft fusshoch uad ihre Aeste sind nur wäh-rend der Blüthe abstehend. Die grünen oder grün- und röthlich buntenAehrchen sind 7 — 9-blüthig. Die Kelchspelzen, so wie die äus-sere der Krone, sind am Rande häutig und mit kurzen, anliegendenHaaren bedeckt ; am Kiel und an den Nerven scharf: die grössere ist 3-,die kleinere einnervig. Die äussere Kronspelze ist mit 5 sehr scharfenNerven versehen, wovon der mittelste etwas unter der gespaltenenSpelze sich in eine Granne endigt. In Wäldern, an Zäunen, Dorn-hecken; Pfalz; Schwaben, und in ganz Deutschland.

Die Doggentrespe ist auf den Aeckern äusserst nachtheilig, besondersin nassen Jahren auf Niederungen, wo sie den Roggen verdrängt. Deräusserst harte Saame liegt oft 2—3 Jahr in der Erde, ehe er keimt und sichzeigt. Wenn nun der Landmann die in der Scheune angehäufte Erde aufseinen Acker bringt, so ist es nicht zu verwundern, wenn die darin aufge-sammelte Trespe auf einmal hervorbricht. Man hält das Mehl davon imBrote nicht für schädlich, und im Hanauischen, wo man die Trespe Dortnennt, benutzt man sie häufig zu Brot. Indessen soll sie es bitter machenund die Hühner betäuben. Für das Rindvieh und die Schafe sind die Blät-ter ein vorzügliches, angenehmes Futter, und sie könnte daher im nördlichenDeutschland mit Vortheil angebaut werden. Die blühende Rispe färbt schöngrün. — Die feinhaarige Trespe hat ähnliche Eigenschaften. — Die spa-nische Trespe wird von den Italienern als Futterkraut angebaut. — Dieweichhaarige Trespe empfiehlt sich als ein für Rind- und Schafvieh ange-nehmes Futterkraut; es verdient angebaut zu werden, da es Sandbodenbefestigt. — Die Ackertrespe giebt ein gutes Schaffutter und die Körnerfrisst das Geflügel gern. — Die grannenlose Trespe nützt durch Befesti-gung des Bodens und der aufgeworfenen Gräben; die jungen Blätter wer-den von dem Vieh sehr gern gefressen. —■ Die rauhe Trespe wird nur jungvon Schafen und Ziegen genossen. — Die Futtertrespe führt mit Recht die-sen Namen; denn wegen ihrer saftigen Halme und grossen Blätter ist sieeins der besten Futtergräser und verdient überdies auch deswegen ange-baut zu werden, weil sie sich durch den Anbau sehr veredelt. Auf einenAcker streut man 20 Pfund Saamen, Bei günstiger Witterung kann inan3—4-inal ernten; und da sie nicht frühzeitig erscheint, so bleibt sie bis No-vember grün. — Die Dachtrespe findet sich hier und da auf den Dächernso häufig als wenn sie gesäet wäre; sie befestigt den Boden, ist aber nurjung ein gutes Futter für Schafe. — Der Saame von der unfruchtbarenTrespe kömmt selten zur Reife; doch befestigt sie Sandboden und giebt eingutes Futter.

Danthonia DeC. Danthonie .

Gluma gemina, 4—Sllora magna ampliato-convexa flosculos fovens.