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1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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ORDO II.

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j Binsen-Watzen dient zur Befestigung der Meer- und FInssufer. — Dergemeine Waieen giebt unter allen Getreidearten das meiste Stärkmehl ;er wird deswegen sehr häufig zur Stärke, zum Puder und zu Oblatenverbraucht. Den häufigsten Gebrauch macht man von seinem Mehl zui allen Arten YVeissbrot, Kuchen, Nudeln, Grütze oder Gries, zu vielerleii Bieren: Breihan, Gose, Dukstein, Ale, Meth u. m. a. Die Kleie ver-' füttert man dem Vieh, jungen Gänsen und Enten. In nassen Jahren! treffen ihn mehrere Krankheiten, z. B. der Rost, wo man Halme, Blät-. ter, Spelzen und Körner mit einem rostfarbenen Pulver bedeckt findet;i der Krebs, wenn die Körner aschgrau aussehen und mit einem schwarzenPulver angefüllt sind; der Brand, wo statt der Körner schw arze Staubklum-pen und wenige weisse Beste von Spelzen in der Aehre befindlich sind. DieFeinde desselben sind: 1 . Tipvla olerucea und 2- Elater segetis , —■welche Halm und YVurzel zernagen —; 3. Ichneumon culpatorius und4. Noctua Tritici — höhlen die Körner aus — 5. Calandra gra-j naria , 6. C. frumentaria und 7. Tinea granella — richten auf den Bö-den grosse Verwüstungen an. — 8. Acarus farinae , 9. Tenebrio Moli-

tor und 10. Pyralis farinalis , schaden dem Mehle—; 11. Ptinus füri und endlich 12. Blutta orientalis dem Brote. — Der englische Waiseni ist für Berggegenden nicht genug zu empfehlen und wird von den Eng-1 ländern vorzüglich zu ihrem Ale verwendet, — Der Dinkel liebt gut-bearbeiteten und gedüngten kalkigen Thonboden. Er giebt das weis-i seste und feinste Mehl — (das Frankfurter und nürnberger) — zu Con-

I fitüren, Stärke; allein das Brot davon ist trocken und wird schnell' hart. Aus den Körnern braut man Bier und füttert die Pferde damit,' für die er besser ist als der Hafer. — Das Einkorn ist für den Anbaunicht vortheilhaft und das Mehl giebt ein schwärzliches Brot.

B r i z a , Zittergras.

592. Br. ininor L. panicula erecta, spiculis triangu-laribus 5 — 7-floris, calvce flosculis maiori. Scheuchz. t. 4.f. 9- Host g. II. t. 28. Engl. bol. 1316. Schmidt ükon.FI. t. 12.

j Kleines Z. ©. 5. 6. Die faserige Wurzel treibt einen aufrechten,ganz kahlen Halm, der kaum \ Fuss hoch wird. Die aufrechtenBlätter sind bald überall, bald nur am Rande scharf. Das verlängerteBlattbäutchen ist anfangs ganz, weiterhin eingerissen. Die gestreifteSpindel ist scharf. Die kleinen, glänzenden Aehrchen hängen herab.Die kahlen Kelchspelzen sind 4 — 5-nervig, grün und, wie die äussereKronspelze, am Rande häutig: diese ist weisslich, oder weiss und grünbunt. Die Kronspelzen sind ungleich. Auf Aeckern Istriens.