ORDO II. III.
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spinosis inlegristjue. — y. crassifolia , follis crassioribusaequaliler serratis. — ö. ferox , foliis supra echinatis.
Gemeine H., Stechpalme. 1). 5 — 6. Dieser schöne Strauchwird gemeiniglich 6 — 32 Fass hoch; und steht er an seinem rechtenPlatze, so wird er zum Baum von 30 — 40 Fuss Höhe. Die immergrü-nen Blätter stehen wechselweise und sind gestielt lederartig und steif.Die schmutzig-weissen, zuweilen röthlichen Blüthen bilden in den Blatt-winkein kleine Büschel: sie sind bald Zwitter, bald männlich; an denweiblichen Blüthen finden sich Rudimente von Staubfäden. Die fleischige,runde Beere ist scharlachroth und mit dem Kelche gekrönt: sie findetsich auch weiss und gelb. Ausser den angezeigten Abarten giebt esnoch einige mit weiss- und gelbgefleckten Blättern. In schattigen Wäl-dern, dornigen Gesträuchen; Oestreich, Krain, Salzburg, Baiern,Schwaben, Nassau, Göttingen, Pommern, Greifswalde, Colberg, Olden-burg, Bremen, Zelle, Holstein, Reinbeck, Hamburg, Harvestehude,Berlin.
Es lassen sich ganz dichte Hecken aus ihm ziehen, die man be-schneiden kann. Das Holz ist knochenfest, zähe, so schwer, dass esim Wasser untersinkt; es lässt sich poliren und sieht, schwarz gebeizt,wie Ebenholz aus; es wird deswegen zu mancherlei mathematischenInstrumenten verarbeitet. Die innere, grüne Rinde giebt einen gutenVogelleim, der bei harten Geschwülsten zu Umschlägen dient. Die jun-gen geschmeidigen Zweige geben gute Peitschenstiele. Die Beeren wer-den von den Turteltauben emsig gesucht; das Wild und die Schafe na-gen gern die Knospen ab. In Corsica trinkt man die zubereiteten Saa-inen als ein kaffeeartiges Getränk. In den Apotheken führte man : Cas-sinae folia. In Laubwäldern ist dieser Strauch mit seinen Abarten einewahre Zierde. Seine Vermehrung gelingt am sichersten durch Saamen,der sich aber gemeiniglich erst nach 2, 3 Jahren zeigt. Wenn sie 2Jahr alt sind, hebt man sie im August vorsichtig aus und setzt sie inSchatten. Die Abarten lassen sich nur durch Ableger, wiewohl schwer,erhalten; sie lassen sich auch oculiren.
Potamogeton, Saamkraut.a. Natantes.
718. P. nataus L. foliis subinersis linearibus, na-tanllbus petiolatis ellipticis acutis basi rotundatis subcorda-tis. P. natans Welld. Fi. D. 1025. Schk. t. 28. Sturm1. 9. — ß, P. fluitans Roth. — y, P. parnassifoliusSchrad.