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1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSIS V. SPECIES.

Europäische E. 2J. Blüht im Frühling und Herbst. Die knolligeWurzel ist gross und fast rund. Die lederartigen glänzenden Blättersind weisslich gefleckt und eben so geadert, und auf der Rückseiteroth; von den etwas hervorragenden Spitzchen der Nerven erscheinendie Blätter verloren kantig. Die fingerlangen Blattstiele sind röthlichpunktirt. Die wurzelständigen Blüthenstiele sind etwas länger und ein-blüthig. Die schöne, hellrothe Blüthe ist an der Röhre purpurroth,übergeneigt und wohlriechend : der Fruchtstiel windet sich spiralförmigzur Erde herab, und birgt in seiner walzenförmigen Windung die Frucht.Die 5 Kelchabschnitte sind eirund. Die 5 Kronentheile sind lanzettför-mig: die Röhre fast kugelrund. Die pfriemenförmigen Antheren sindgelbroth. Auf schattigen Gebirgen; Oestreich, Schlesien, Salzburg.

Auseinandersetzung mehrerer südlicher Arten vgl. in der Fl. germ.

p. 406- 407.

Ehedem führte man in den Apotheken : Cyclamines arthanitae ra -dix. Im frischen Zustande ist die Wurzel für Menschen ein Gift undheftig purgirend; sie hat einen scharfen, heissenden Geschmack, dersich aber durchs Trocknen verliert. Durchs Rösten erhalten sie einenangenehmen, kastanienartigen Geschmack und können genossen werden.Sie werden von den Schweinen gierig aufgesucht und schaden ihnennicht. — Dieses Gewächs fordert einen sandigen Boden, der etwasbeschattet, aber nicht zu feucht ist; es ist für die Kälte sehr empfind-lich. Man nimmt die Wurzel alle 2 Jahre auf, zertheilt sie, und siehtdahin, dass jeder Theil ein Auge behalte, das bei dem Einpflanzenaufwärts zu liegen kommt.

Menyanthes, Fieberklce.

850. M. trifoliata L. foliis ternatis. Eugl. bot.495. Fl. D. 541. Schk. t. 35. Sturm 1. 8. HaineA rzngw. III. 14.

Dreiblätteriger F. 5 — 7. Die runde peitschenförmige Wurzelist schwarz, und treibt viele lange, unten bescheidete Stiele; jederStiel trägt 3 eirunde, kahle, feingekerbte Blättchen, die am Randeröthlich sind. Zwischen denselben erhebt sich ein nackter, aufrechter,

1 Fuss hoher Schaft mit traubig kurzgestielten Blüthen. Diese sindschön weiss mit Roth verwischt. Die gelben Honigdrüsen an der Basisdes Fruchtknotens sind mit durchsichtigen, steifen Haaren umgeben.An und in sumpfigen Gräben, auf dergleichen Wiesen überall.

In den Apotheken kennt man: l'rifolii ßbrini seu aquatici herba.Diese sehr nützliche Pflanze wird bei uns noch sehr vernachlässigt, sie