ORDO I. 401
Aeste. Die Saamenkapseln zeigen gleiche Federkraft. Schon vor 200Jahren erhielt man sie aus Ostindien.
Die erstere scheint, so wie die andere, eine verdächtige Pflanzezu sein, denn mehrere Thicre lassen sie unberührt. Beide färben dieWolle dauerhaft gelb. Die letztere zieht leicht gefärbte Flüssigkeitenin sich bis in die entferntesten Gefässe, wenn man frisch ab geschnitteneZweige hineinstellt. Sie verlangt dichten fetten Boden, viel Wärme undFeuchtigkeit. Zu Ende Aprils säet man den Saanien in Töpfe und ver-pflanzt die Pflänzchen, wenn sie stark genug sind.
Viola , Veilchen .a. ylcaules.
1071. V. alpina L. scapo tereli. Jacq obs. 1.1. 11.auslr. t. 242. Stc um. 1. 30.
Alpen - V. Zf. 7. 8. Die langgestielten Blätter sitzen alle an derWurzel, sind herzförmig-eirund, stumpf, gekerbt, glänzend und etwasdicklich. Selten findet sich mehr als ein 2 Zoll langer Blüthenschaft,der nur an der Spitze gekrümmt und mit 2 Deckblättern versehen ist.Der grün violette Kelch hat ein zurückgebogenes, gezähntes Blättchen.Die grosse dunkelviolette Blüthe hat an der Basis gelbliche Flecken,dunklere Linien und Haare. Die grosse Narbe ist köpfig. Die eiförmigeKapsel ist stumpf und enthält eiförmige, gelbliche Saamen. Von allenuusern Veilchen durch stielrunden Schaft sehr ausgezeichnet. Auf denAlpen ; Oestreich: Schneeberg.
1072. V. pinnata L. acaulis.., foliis multifidis, la-ciniis lobalis. Gmel. Sil). 4. t. 49. f. 4. IIchb. pl. crit.1. 84. 85.
Fiederspaltiges V. Zf. 6. Die zahlreichen Abschnitte der Blättersind nicht am Grunde fortgesetzt, und nur die äussern davon sind ge-zähnt. Die Blüthen sind blassblau und stehen auf kurzen Schäften. Auffelsigen Alpen; Tyrol, Salzburg, Schweiz.
1073. V. palustris, L. acaulis, foliis reniformibuscrenatis petiolisque glabris, bracteis supra inedium pedun-culi, radice repenle. Engl. b. 444. FI. D. 83. Stukm1. 11. Cuiit Lond. 58.
Sumpf -V, Zf. '4 — 6. Die kriechende Wurzel ist gezähnt. Diegehäuften Blätter sind langgestielt und netzförmig geadert. Die wur-Mössler’s Ilandb. d. Gewächslc. 3te Anfl. 26