Buch 
1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
Entstehung
Seite
460
JPEG-Download
 

460

CLASSIS V. SPECIES.

Die den Blättern entgegenstehenden Schirme sind langgestielt, ausgebrei-tet, gefurcht und 3 — 5-strahlig. Die Schirmchen haben ungestielteröthliche Blüthchen, die nicht sehr gestrahlt und wovon gewöhnlich nur3 fruchtbar sind. Die jüngere Pflanze hat ein kleines, hinfälliges Hüll-blatt; die ältere statt dessen eine Reihe Haare. Die Blättchen desHüllchens sind halbumfassend und bewimpert. Die 4 Rippen auf jederSeite der Frucht sind mit hakenförmigen, glänzenden Borsten besetzt.Sie variirt in der Zahl der Hüllblättchen. Auf hochliegenden Aeckern,unter der Saat im mittlern und südlichen Deutschland.

1225. C. latifolia L. umbellis trifidis inrolucratis,uinbellulis pentacarpis, foliis pinunlis serralis. Engl. b. 198.Ja co. h. Vind. t. 128. Tordyl. lalif. L. Turgenia la-iifolia Hofem.

Breitblätterige H. G- 6 —■ 8. Der aufrechte, ästige Stengel isteckig; er wird 1 — 2 Fuss hoch und ist mit einzelnen Borsten be-setzt. Die abwechselnden, gefiederten Blätter haben entgegengesetzteFiedern, die herablaufend und scharf sind. Die häutigen Blattscheidensind gestreift. Die Schirme sind sehr lang gestielt und haben 3 — 4starke, eckige und rauhe Strahlen; die Hülle derselben hat 3 — 4eirunde, am Rande häutige Blättchen. Die Blüthen sind roth, strah-lend und meist sind 2 — 3 unfruchtbar. Die sehr grosse Frucht zer-fällt in 2 Saamen, die eckig und theiis mit geraden, theils mit haken-förmigen rothen Borsten besetzt sind. Sie variirt mit weissen Blüthen.Unter der Saat im mittlern Deutschland, Thüringen.

(23. p. 277.) Torilis, Borstdolde.

1226. T. Anthriscus Gmel. caule erecto iiianiscabro, peliolis subtriquetris scabris soüdis. Cauc. Anthri-scus Scor. Engl. b. 987. El. D. 919. IIavne Arzng.1. 36. C. slricla Hell. Tordylium Anthriscus Linn.Jacq. a. t. 261.

Wald-B. $. 7. 8. Die spindelförmige Wurzel treibt einen zweithei-ligen Stengel, der oft purpurfarbig ist, rückwärts stehende, dicht an-liegende Borsten hat, und 1J bis 5 Fuss hoch wird. Von den abwech-selnden Blättern sind die untern gefiedert-doppelt zusammengesetzt; dieobern gefiedert; die obersten dreizähüg. Die Blättchen sind sägezähnigeingeschnitten und borstigrauh. Die rinneuförmigen Stiele sind an derBasis scheidenartig; auch hier finden sich rückwärtsstehende Haare bisan die ersten Fiedern. Die Schirme stehen in den Winkeln und an der