ORDO II.
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liehe, gezähnte Blättchen; die obern sind gefiedert-doppelt-zusammen-gesetzt. l)ie behaarten Blattstiele sind an der Basis scheidenartig unddie untern rührig. Die Schirme stehen den Blättern gegenüber, oderan der Spitze; sie sind vielstrahlig; die Schirmchen sind vielblüthig.Die Hülle fehlt gewöhnlich; das Hüllchen ist 3 — 5-b!ätterig, mit lang-zugespitzten, zurückgeschlagenen Blättchen. Die weissen Kronenblättersind ungleich und eingebogen - herzförmig. Die längliche Frucht ver-dünnt sich nach oben und trägt die auswärtsgebogenen Griffel; siezerfällt in 2 Saamen, die auf einem gespaltenen Saamenstielchen ste-hen. An Zäunen, in Gesträuchen; Oestr. Schwab. Würzb. Wett.Pfalz, Hess. Sachs. Gött. Barby, Brem. Halle, Mecklenb.
1335. Cli. teinulum L. lürsulum, caule geniculistumidis, fob'olis obtusis obluseque serratis, fructibus stria-
tis. Jacq. fi. t. 65. Fl. D. 918. Hayne Arzngw. 1.1. 34.
Scandix tennda Roth. Sc. nutans Moench. Myrrhis le-
mula Gaekty. 1. t. 23. fig. 10. —
Berauschender K. <J. 6. 7. Die spindelförmige Wurzel treibt ei-nen aufrechten, mit rothen Flecken bezeichneten Stengel, der obenhaarig, unten aber steifhaarig und 2 — 2 5 und Fuss hoch ist. Dierinnenförmigen Blattstiele sind mit kurzen, steifen Haaren besetzt, nichtrührig und an der Basis scheidenartig. Die Schirme stehen den Blät-tern gegenüber oder an der Spitze; sie sind vielstrahlig; die Schirm-eben vielblüthig. Die Hülle ist, wenn sie vorhanden, 1 — 3-blätterigund die Blättchen eirund, zugespitzt und zurückgeschlagen. Die weis-sen Kronenblätter sind ungleich und eingebogen - herzförmig. Dielängliche Frucht ist nach oben verdünnt und trägt die abstehendenGriffel. Die beiden Saamen hängen an einem gespaltenen Saamenstiel-chen. An Wegen, Hecken überall.
Der gemeine K. ist sehr oft mit dem gefleckten Schierling, sogarin Apotheken, verwechselt worden, und scheint dadurch in den Ver-dacht einer Giftpflanze gekommen zu sein. Doch da er von den Thie-ren gefressen, und die Wurzel in Wien und an andern Orten auf vie-lerlei Art bereitet genossen wird; so scheint dieser Verdacht ungegrün-det zu sein. Blüthen und Kraut können zum Färben benutzt werden.Ehedem führte man in den Apotheken: Cicutariae herha. — Von demknolligen K. ist die Wurzel auch essbar und schmackhaft; sie wird imnördlichen und südlichen Deutschland genossen. Indessen soll auch sieverdächtig sein; doch schreibt man nur dem Saamen betäubende Kräftezu. — Gegen den berauschenden K. scheint der Verdacht gegründetzu sein. Auch er wird oft mit dem gefleckten Schierling verwech-selt. —