ORDO III.
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Dünn blätteriges S. ©. 6—8. Die faserige Wurzel treibt auf-rechte, gegliederte Stengel, die mit der Zeit rispenförmig und hand-hoch werden. Die entgegengesetzten Blätter sind verwachsen, halbrundund kürzer als die Glieder. Die Blüthen stehen in den Blattvvinkelnund an der Spitze der Aeste auf haarförmigen Stielen, die länger alsdie Blätter sind. Die Kelchblättchen sind lanzettförmig, 3-nervig undam Rande häutig. Die weissen, länglichen Kronblätter sind stumpf undfast doppelt kürzer als der Kelch. Es finden sich 3 Griffel. Die3-klappige Kapsel springt noch 3-zeilig auf und ist etwas länger als derKelch; sie enthält kleine, nierenförmige, fast runde Saamen, die zu-sammengedrückt und etwas scharf sind. Es variirt: mit zottigen Blät-tern , die auf der untern Fläche gestreift sind; mit zottigen Blüthenstie-len; mit lanzett-linienförmigen Kelchblättchen, die zottig-schmierig sind;und mit einer etwas kürzeren Kapsel als der Kelch. In später blühen-den Kronen finden sich 5, 7, auch 9 Staubgefässe. Auf sandigenPlätzen, Mauern, Schutt.
1974. A. viscosa (Als.) Schreb. erecla superne dif-fusa, viscide-puberula, foliis lilifonni-setaceis, calycibus cus-pidatis corolla capsulaque (matura) longioribus, peduaculisfructiferis arrectis. Ar. hybrida Vill. t. 47. A. tenuifo-lia Fl. dan. 389.
Leimiges S. ©. 5 — 6. Also durch die angegebnen Verhältnissewohl unterschieden. Leipzig, Berlin, Schlesien, Harz,
1975. A. fastigiata Sm. foliis subulatis, cauleerecto stricto, floribus fasciculatis, petalis brevissimis. Sm.Engl. b. 1744. A. fasciculata Jcq. coli. I. t. 16. minimeGou. *).
Büscheliges S. $. 6. 7. Die weisse Wurzel treibt mehrere nuran der Basis niedergebogene Stengel, die handhoch, von angedrücktenHaaren etwas scharf, öfters röthlich und gegliedert sind. Die abwech-selnden Aeste entspringen von der Basis an, weiter oben sind sie ga-belästig. Die fast borstenartigen Blätter sind fast genervt und gestreift;die der Wurzel bilden einen dicken Rasen; die des Stengels sind ent-gegengesetzt und mit der erweiterten Basis verwachsen; sie sind so
*) Zu Berichtigung von Koch’s Irrthum, diese Pflanze noch fürA. fasciculata Gou. zu erklären, finden sich die Beweise in der Fl.germ. p. 786.
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