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Bewegung der dicken Gedärme.
finden, durch ihre Spalte L nach ö und o in peristaltischer Richtung mitLeichtigkeit übertreten.
§. 401. Die Pförtnerklappe bildet eine K°»>i>r-chen.der Schleimhaut angehörende Doppelfalte,die sich nach der Trennung der entsprechen-den Muskelbänder größtentheils ausgleicht.
Die Bauhini'sche Klappe üo dagegen ent-steht durch die eigenthümliche Einsenkungs-weise des Krummdarmes a in den gemein-schaftlichen Anfangstheil des Blinddarmesö und des aufsteigenden Grimmdarmes /iTreibt man Flüssigkeit in der Richtung von/" nach a in der Leiche ein, so schließt ä enicht selten so vollständig, daß die entspre-chenden Dickdarmtheile eher platzen, als daßdie Mäste in den Krummdarm übertritt.
Etwas Aehnliches wiederholt sich in derRegel in dem lebenden Körper. Es kommtnur in den dringendsten Fällen vor, daßExkremente in die dünnen Gedärme und von da weiter nach oben über-getrieben werden. Man findet daher das wahre Kothbrechen (und nichtdas scheinbare, mittelst dessen der Dünndarminhalt zum Munde entleertwird) in den hartnäckigsten Fällen von eingeklemmten Dickdarmbrüchen,in denen der Ausgang durch den Aster unveränderlich geschlossen bleibt.
tz. 402. Sind die Speisereste des Krummdarmes a, Fig. 88, u-b,^ng da-durch die Spalte /e der Grimmdarmklappe ü o vorgedrungen, so könnten 4°n Bund,'"sie möglicherweise zweierlei Wege, den nach dem Blinddarm ö und dennach dem aufsteigenden Grimmdarm zu verfolgen suchen. Die hierangebrachten Muskelfasern spielen aber wahrscheinlich wiederum in be-rechneter Weise. Man findet nicht selten einen großen Theil der Nah-rungsmittel in dem Blinddärme ö. Dieser ist sogar in der Regel inden wohlgenährten Pflanzenfressern mehr oder minder strotzend angefüllt.
Der Wurmfortsatz ck, Fig. 88, nimmt Verdauungsmassen ebenfalls auf.
Seine geringe Breite kann wesentliche Lebensgefahren herbeiführen. Hatz. B. ein Mensch Kirschkerne verschluckt, so ereignet es sich hin undwieder, daß sich diese in dem Wurmfortsätze festklemmen und hier Ent-zündung und Eiterung anregen. Ist hierdurch ein umfangreicheres Loch «gebildet worden, so dringen dann die Kothmassen in die Bauchhöhle vor,und führen zu einer oft tödtlichen Bauchfellentzündung.
tz. 403. Die Reste der Nahrungsmittel, die eine gewisse Zeit in demBlinddarm zugebracht haben, dringen später in den Anfangstheil desGrimmdarmes vor. Wir haben also einen berechneten Wechsel entgegen-gesetzt wirkender Bewegungsrichtungen.
tz. 404. Der Blinddarm ö, der aufsteigende Fig. 88, der quere ss.»dn„n(t, Fig. 85. S. 139) und der absteigende Grimmdarm (n, Fig. 85) besitzen starke
Fig. 88.