Buch 
3 (1834) Phanerogamia, monoecia und dioecia, nebst allgemeinem Register / [Dr.Johann Christian Mössler]
Entstehung
Seite
XLV
JPEG-Download
 

XLV

Abart begreift diejenigen Individuen, welche in ei-nem gewissen untergeordneten Kennzeichen, welchesauch durch Knospen und Saamen mit fortgepilanztwird, übereinslimmen.

Bastarde entstehen aus der Befruchtung von Ael-tern zweier Arten.

19) Gattung begreift die Arten unter sich, welche inder Entwickelung und in der Form der höchsten Or-gane übereinstimmen und von ähnlichem Habitus sind.

20) Familien vereinigen diejenigen Gattungen in sich,welche das auf der gegebenen Stufe typische Organdurchbilden und abschliessen, so z. B. in den höherenClassen: Fruchtknoten, Narbe, Kelch, Staubbeutel,Staubfaden, Corolle.

21) Reihen oder Formationen bilden sich aus Fa-milien, welche die in engerem Kreise verbundenenOrgane entwickeln, z. B. Fruchtknoten, Narbe, Kelch;zweite Formation: Staubbeutel, Staubfäden, Corolle.

22) Ordnungen vereinen die Reihen, deren Organewieder innig Zusammenwirken, z. B. die beiden vor-hin genannten, so dass dieselben durch ein höheresOrganenverhältniss bestimmt werden, z. B. in der letz-ten Classe durch die Entwickelungsstufen der Frucht.

23) Classen bestehen aus so vielen Ordnungen als zu-sammen gehören, um den Abschluss eines der obenangegebenen Lebensstadien der Pflanze zu erläutern.

24) Eine Anordnung von Entwickelungsstufen überhauptdarf weder anatomischen, noch physiologischen nochmorphologischen Principien allein folgen, sondern dieGrundsätze aller drei Kategorieen müssen einanderauf das genaueste entsprechen, um einstimmig die M e-thode darzubieten, welche die Folge jener Ueberein-stimmung ist.

25) Das Bild von der Anordnung der Natur als fortlau-fende Reihe gedacht wäre ein widernatürliches,nur durch Parallelreihen und in diesen fortwährend