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3 (1834) Phanerogamia, monoecia und dioecia, nebst allgemeinem Register / [Dr.Johann Christian Mössler]
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1663
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Cbara.

ORDO I.

1663

Feinster A, ©. 8. 9. Nur ein paar Zoll hoch, Stengel lang unddünn-fadenartig, von unten an zwei- bis dreitheilig, dann einfach, in-dem die sehr kurzen Zweiglein dichte Quirl bilden, und sich nichtleicht in längere Aeste auflösen. Beiderlei Fructificationsorgane in denQuirlen. Die kleinste und zarteste Art. Mit Sicherheit als Standortin Deutschland nur Berlin anzugeben, wo sie Hr. Dr. Meyen entdeckte.Meine schönen Exemplare verdanke ich der Güte der Herren Bauerund Fjutsche! *)

5084. CIi. gracilis Sm. caulibus glaberrimis diapba-nis flexilibus pyramidalo-ramosis temie filifonnibus, frucli-1ms geminis ternisve. Sm. Engl. Bot. 2140! Rciib. pl. crit.ceut. VIII. ic. 1069.

Schlanker A. Q. 8. 9. Einige Zoll hoch, rispenartig, quirlästig,Nüsschen zwillingsständig, wo drei Fructificationstheile Vorkommen,scheint der mittlere Staubbeutel zu sein. Erlangen (einnn^pls Ch. te-nuissima, einmal als Ch. hyalina gesendet); Koch ! Ch. hyalina er-hielt ich noch nicht aus Deutschland mit französischen Exemplaren über-einstimmend.

5085. CI), glomerata Desv. cespitosa, pellucida,Ilexilis, caulibus brevissiinis filifonnibus, ramulis numerosisconferte yerticillalis, verticillis appvoximalis subcompactis.Ch. balrachoxperma TiiLlLL. Rcnu. pl. crit. Cent. VIII. ic.1070. Ch.flexilLs slellala Wa L i.it. aim. t. VI. f. 1.Knauel-A. 0-6 9. Die dichtstehenden, knaueiförmigen Quirle,welche die kurzen Zweiglein bilden, die schwarzgrüne Farbe, die beidieser Art auch bei dem sorgfältigsten Auswaschen anders bleibt als dieder Chara ilexilis ist, und die spärlicher vertheilten Früchte , so wieder rasenartige Wuchs, können diese Pflanze wohl mit Desvaux alseigne Art betrachten lassen. Sie ist weit verbreitet, und findet sichwahrscheinlich in einem grossen Theile von Europa, in Deutschland anOrten. Einzelne Zwischenformen zwischen dieser und der folgendenkommen allerdings vor, so wie es überhaupt schwer sein dürfte, dieArten dieser Abtheilung scharf zu sondern.

') Dieselben Herren haben die Mühe gefällig übernommen, diezahlreichen und ausgezeichneten Cliurac der Berliner Flora für dasHerbarium Florae Germanicae (Leipzig bei Hofmeister) zu sammeln,was uni so erfreulicher ist, als dieselben in der Kunst der Zubereitungdieser sonst schwer für die Herbarien darzustellenden Gewächse, Un-übertreffliches leisten.