1764
CLASSIS XXL
Betula.
“Weissc B. t). 4 . 5 . Sie erlangt in 60 Jahren eine Höhe von 60 —80 Fuss und drüber, Die Aeste und Zweige werden mit der Zeit ab-vvärtshängend (II. pendula) ; denn nur bis zum 30sten Jahre, wenn sienoch wenig Früchte getragen haben, stehen sie aufrecht. Indessengiebt es auch junge Bäume mit hängenden Zweigen, und scheint dieseAbänderung sehr beständig zu sein. Die endlicli fast lederartigen Blät-ter sind an der Basis entweder gerade, oder schiefwinkelig und ge-schoben 4-kantig, oder zugerundet scharfsägezähnig, beim Ausbruchbloss klebrig, hellgrün und auf der Unterfläche heller; sie stehen ab-wechselnd auf rötldichen, oben gefurchten Stielen. Die Kätzchen sindwalzenförmig; die 1 — 2, Seltner 3 männlichen sind grösser, anfangsgrünlichbraun, dann dunkelrothbraun, zuletzt locker, 2 — 3 Zoll langund gelbbunt; die Hauptschuppe hat an der innern Seite 5 kleinere,mit 6 gabelförmigen Staubfäden, wovon jede Gabel 2 Antheren trägt:die weiblichen Kätzchen stehen einzeln, selten gepaart; jede Schuppebringt 3 geflügelte Früchte. Sie findet sich mit cingeschnittcnen Blät-tern (II. hybrida); mit früher und später Blüthe. In Wäldern.
5358. B. pubescens Ehr«, foliis cordato-ovalisplerumque simpliciter serratis, rainulis petiolisque toinento-sis, squainarum lobis inaequalibus. Guimp. I. 146. B. odorataBechstexn. B. torfdeea Schl. — Var, B. verrucosa Eiiiih.
Wohlriechende B. Maye. tj. 6. 7. Ein sehr ansehnlicher Baum,der oft stärker und grösser wird als der vorige, aber einen sperrigemWuchs hat. Die Aeste und Zweige stehen einzelner in stumpferenWinkeln, sie sind nicht so lang und schlank, hängen nur wenig, vonFrüchten beschwert, herab. Die Rinde der jungen Triebe ist dunkel-kastanienbraun, aber behaart rotbgrau. An älteren Stämmen ist derHaarüberzug nicht so deutlich. Die alte Rinde ist schöner weiss, aberstärker aufgesprungen. Die grösseren Blätter sind mehr eirund als3-kantig, nur an alten Stämmen doppelt sägezähuig, übrigens einfach,stumpfer und gröber gezähnt; die Zähne sind stärker gefranzt; aufder Unterfläche gelbgrün, in den Nervenwinkeln mit Haarbüscheln ver-sehen und nur in der Jugend behaart, klebrig, mit einem starken, an-genehm balsamischen Gerüche; auf der Oberfläche glänzend dunkel-grün. Die männlichen Kätzchen stehen zu 2 und oft an einem Baumealle zu 3; sie sind stärker, 2— 2J Zoll lang; ihre rundlichen Schup-pen sind stumpf zugespitzt, grüngelb, mit kastanienbrauner Spitze: dieweiblichen J — 1 Zoll lang, hellgrün; jede eirunde Schuppe enthält 2purpurrothe, spitzige Griffel. Die dunkelbraunen Zäpfchen sind läng-licher, mit einem kürzeren Fruchtstiel; ihre Schuppen behaart, der olfereLappen nur hervorstehend und gross. Sie variirt mit früher und spä-