Buch 
3 (1834) Phanerogamia, monoecia und dioecia, nebst allgemeinem Register / [Dr.Johann Christian Mössler]
Entstehung
Seite
1781
JPEG-Download
 

Pinus.

ORDO YI.

1781

Quere; an ihren Schuppen finden sich 2 Antheren. Diese Kätzchenfinden sich an 2 —6-jährigen Trieben: die weiblichen sind mit Nadelnumgeben, dünner, länglicheirund, f Zoll hoch, hochroth, rosenroth oderWeisslich; sie haben 30 — 40 kleine, eirunde Schuppen, hinter jederein nadelförmiges Deckblättchen und vor jeder 2 drüsenartige Narben.Der Zapfen wird 1 — Zoll lang und f — 1 Zoll dick; jede Schuppeenthält 2 kleine Saamen mit kantigen, gelblich glänzenden Flügeln. InSüdeuropa; Kärnth. Krain, Steyermark, Tyrol, Salzb. Böhm. Sibir.

Sy* 5390. P. alba Ait. foliis solilariis tetragonls in-curvis, strobilis subcylindricis laxis, squamis obovalis in-tegerrimis. Lamb. t. 26. P. canadensis Du Roi. Waxgh.

B. t. 1. f. 2.

Weisse F. T). 5. Sie hat gleichen Wuchs und Stärke mit der ge-meine n F. Die Rinde ist heller; die der jungen Stämme und Zweigeist hoch rostfarbig, gestreift, aber unbehaart. Die J Zoll langen, star-ken Nadeln stehen auf einem sehr kurzen Stiele, sie sind auf beidenFlächen erhaben gerippt, daher 4-seitig, mit 2 bläulichweissen, punktir-ten Furchen; sie stehen dicht um den Zweig herum. Die männlichenKätzchen sind gelblich, aufrecht, Zoll lang: die weiblichen klein,grünlich. Die Zapfen werden 2 — 3 Zoll lang, J — 1 Zoll breit, ei-rund; hinter jeder glatten Schuppe sitzen 2 ovale, schwarze Saamenmit eirunden, gelblichen Flügeln, ln Canada, Neu-England und Neu-Schottland.

Die gemeine K. hat ein schweres, festes und dauerhaftes Holz,das zu Werk- und Nutzholz aufs mannigfaltigste benutzt wird; ihrefetten Wurzeln geben Thecr, Kienöt, Pech und Kienruss. Die Rindetaugt zur Lohe: die innere, feine gebrauchen die Lappländer zu Brot.Die zarten Sprossen können zum Bierbrauen, statt des Hopfens, und zustärkenden Bädern angewandt werden; auch bereitet man daraus, wieaus der weissen Fichte, einen sich lange haltenden Extract. In denApotheken führt man: Pini turiones, Uber, resina communis, alba, pix1‘ijuitla, atra, Terebinthina communis, Colophonium. — Ausser den wei-ter unten angeführten Insekten schaden dieser Kiefer: ihr Hauptfeind,'üe Raupe des Kiefernspinners (Phalaena llombyx pini), ferner dieRaupen der Kieferneute (Pk. li. spreta), des Kiefernspanners ( Ph .geometra piniaria) , des Kiefernschwärmers (Sphinx pinastri), der Kie-fern - Horkcnlcäfcr (Bostriclms pinastri) und der Fichten-Borkenkäfer(Üostrichus piniperda). Das rothe Holz der Rolli-K. so wie das braune*^er Zwerg -K. ist sehr harzreich und riecht balsamisch. Es wird in^er Gestalt eines natürlichen Balsams verkauft. Die jungen Schösslingetoosslcr’sIlandb.d.Ccwüchsk. Sie Avfl. II. 3. 114