CLASSIS XXII.
1852
Juniperus.
J. sibirica Bl'rgsd. J. commun. saxatilis Pall. ross. II.t. 54. J. comm. y. montana Ait.
Zwerg- W. t). 5. 6. Dieser 3 — 4 Fuss hohe Strauch hat nieder-liegende Aeste. Die alte Rinde ist hellbraun und rissig; die junge gelb-braun und erhaben gefurcht. Die ziemlich breiten Blätter sind auf derUnterfläche graugrün, mit einem dicken Nerven und etwas umgeboge-nem Rande. Die Kätzchen erscheinen zwischen den Blättern. Die klei-nen Flüchte sind etwas länglich, nach 2 Jahren süss und enthalten oftnur einen Kern. Auf Gebirgen; Steyermavk, Salzburg, Böhmen,Schlesien.
5509. J. Oxycedrus L. foliis ternis patenlibus mu-crouniis bacca breviorijjus. Dir Ham. 1 . 128.
Spanischer W. X). 5. Ein Strauch von 10 — 20 Fuss Höhe, zu-vveileu ein Baum mit braunrother oder braungelber Rinde und erhabe-nen Strichen. Die J Zoll langen Nadeln haben auf der einen Flächeeinen erhabenen Nerv, auf der andern eine Furche, und einen umge-bogenen Rand; sie sind breiter und stärker als die des gemeinen IV.Die Bliiihen erscheinen an den jährigen Trieben zwischen den Blättern.Die rötlilichbraunen Früchte sind länglich-rund und von der Grösse ei-ner Haselnuss. Auf rauhen Plätzen; Kruin, Litorale.
Das starke Holz des gemeinen JV. benutzt man zu feinen Arbei-ten ; eg wird von keinem Insekt beschädigt und hat die Dauer des Ce-dernholzes. Den grössten Nutzen gewähren die Früchte; sie gebenden bekannten Wachholdersaft, ein schätzbares Ocl gegen die Räudeder Sdiaafe, einen guten Branntwein (Geneure), der im ganzen Nor-den Eüropa’s allbeliebt ist, einen gesunden Wein (G enevrette); sie sindmagenstärkend, scliweiss- uml harntreibend; man gebraucht sie zumRäuchern; und sie nähren eine grosse Menge Vögel, besonders dieDrosseln oder Krammetsvögel. Zwischen Holz und Rinde befindet sichdas helle, wohlriechende Harz, Sanrlrak, das zu weissen Firnissen,und in der Arznei statt des Mastix gebraucht wird. Der Rauch desGesträuches giebt dem Fleische einen angenehmen Geschmack. Manführt: Juniperi lignum , snmmiiates, laccac, und Sandaraca resina .—Der Wanzeugeruch des Sudcbattms hält Motten von Kleidern ab, wennman frische Zweige dazwischen legt. Mail bereitet daraus ein Oel, dasin starken Gaben die heftigsten Wallungen und Krämpfe verursacht.Deswegen ist der öllentliche Verkauf desselben mit Recht verboten.Der Landa ann vertreibt mit dem Absud Cer Zweige die Würmer beiPferden und heilt mit den gepulverten Blättern alte Geschwüre. Man