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1 (1835) Allgemeine Zoologie. Spezielle Zoologie.- Säugethiere / von F.S. Voigt
Entstehung
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Entwickelung des ThierreicheS.

8 .

Das Leben aller Thiere, wie wir sie kennen, nimmt einenAnfang und ein Ende. Den ersteren nennen wir ihre Zeu-gung, das leztcrc ihren Tob. Der Zeitraum der Existenz zwi-schen beiden heißt ihr Lebenslauf.

9 .

Wie die erste nranfänglichc Zeugung der Thiere gewesen,wissen wir nicht; wir wissen noch nicht einmal, wie die fort-pflanzende Zeugung geschieht, wir wissen nur den Akt und dessenFolgen. Allein noch gegenwärtig werden Thiere ohne Begattungerzeugt: es ist die ursprüngliche, Oeneiati» oriAi».'»-!» vonmir genannte Zeugung. Man findet sie da im Thierreiche, wieim Pflanzenreiche, wo aus faulenden u. dgl. organischen Stoffenin kurzer Zeit eine grenzenlose Menge kleiner Geschöpfe hervor-kommen, deren Eltern man in den ausgelösten Stoffen nichtfand, und welche zu oft und zu häufig erscheinen, als daß manohne gegebene Nachweisung hypothetisch deren Samen oder Eierin jenen Körpern annehmen könnte. Wenn man, zu jeder Jah-reszeit und unter jeden Umständen, z. B- Heu, und am bestenaltes, in ein Gefäß Wasser bringt und einige Tage offen amLicht stehen läßt, so bildet sich an der Oberfläche jedesmal einetrübe fcttahnliche Haut, von der eine kleine Portion, unter dasMikroskop gebracht, viel Tausende wimmelnde seitdem erst ent-standene Jnfusivnsthiere zeigt. Daß alles Heu der Welt, undalle Pflanzen der Erde Millionen mal Millionen Jnfusionsthier-eier enthalten, ja fast ganz daraus bestehen sollten, wäre eineTheorie, der es bis jezt wenigstens an allem Beweise gebricht.Man hat zwar neuerlich die Fortpflanzung von Infusorien ausEiern beobachtet, auch eine vvlikvmmnere Organisation, als frü-her von ihnen bekannt war, entdeck!; dieses schließt aber dieWahrscheinlichkeit ihrer ersten Entstehung nicht aus, so wenig,wie der erste König ein Königssohn gewesen seyn muß, wenngleich die Nachfolger es find. Auf jede» Fall muß man eine