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Späher darbietet; — Alles dieses fesselte michmit einer unbeschreiblichen Gewalt und erhieltmeinen äußeren und inneren Sinn in einerSpannung, von welcher nur Der einen Begriffhaben kann, dem das Glück zu Theil wurde,eine solche außerordentliche Natur, mit regemGefühle für ihre Wunder anzuschauen. Den-noch ruhcte meine Sehnsucht nicht, den Mont-blanc auch an seinem entgegengesetzten, süd-lichen Fuße kennen zu lernen. Die merkwürdi-gen Beobachtungen Saussure's; der AusspruchDolomieu's, der die Allee blanche für dasmerkwürdigste Thal in den Alpen erklärte; diemalerischen Schilderungen Ebel's und die nochweit kräftiger auf meine Phantasie wirkenden,mündlichen, treuen Erzählungen Ritter's, hät-ten allein vermocht, mich zur Unternehmung derbeschwerlichen Wanderung um'den Montblanczu bestimmen. Aber, ich laugne es nicht, michtrieb ganz besonders auch das Verlangen, ausdem unerträglichen Gedränge der sogenanntenTouristen errettet zu werden, die, durch dasheitere Herbstwctter aus den finsteren Straßenvon Lausanne und Genf gelockt, in unaufhör-lichen, den Wanderungen des Lemmings ähn-lichen Zügen, den einförmigen Vorschriften ihrerReisehandbücher mit gewissenhaftester Strenge ge-horchend, sich zu Fuß und auf Maulthicrcn