Buch 
Beschreibung der königlich bayerischen Salinen Reichenhall & Berchtesgaden : aus amtlichen Quellen gesammelt
Entstehung
Seite
14
JPEG-Download
 

14

gefördert wird, aus dem in dem Maschinen-Raume an-gebrachten Röhrlkasten;

2) durch einen besonderen Wechsel die ausgradirte Soole vonden Gradirhäusern;

3) durch einen gleichen Wechsel die Berchtesgadncr-Soole.Diese drei Soolen bilden, wie eben gesagt, nach Bedarf

zusammengemischt, die Siedesoole im Normalgehalte von 23'/,Prozent für Reichenhall, Traunstein und Nosenheim, und diesewird durch die zwei paar Druckwerke der beiden Maschinenauf die aus der obersten Gallerie an der Rückwand diesesMaschinenraumes befindlichen Röhrlkasten 38 Fuß 2 Zoll hochgehoben, von wo sie theils in die hiesigen Soolenbehälter,theils auf die Soolenleitung nach Traunstein und Rosenheim unmittelbar abläuft.

Diese Maschinen sind vom dermaligen Vorstände der k.General-Bergwerks- und Salinen-Administration von Schenkentworfen und berechnet und in der salinarischen Maschinen-werkstätte zu Reichenhall unter der Anleitung deS kgl. Kunst-meisters Karl Reichenbach z'umor ausgeführt worden. Hinterdem Hauptbrunnhause, an dasselbe unmittelbar anstoßend, aufeinem Vorsprunge deS Gruttenbcrges steht die ncuerbauteSalinen-Kapelle auf demselben Platze, auf welchem die imJahre 1834 durch den Brand zerstörte gestanden hat.

Diese letzte wurde in Folge der im Jahre 1520 von denHerzogen Wilhelm und Ludwig von Bayern gemachten Stif-tungen erbauet, und das Bencfizium der Brunnkaplanei dazugegründet.

Die neue Brunnkapelle ist am 6. September 1851 durchSeine Ercellenz den Herrn Erzbischof von München Freysing,Karl August Graf von Reisach , eingeweiht.