4
Umfang der in Griechenland und Kleinasienverbreiteten Kenntnisse, Sagen und Mahrchenmit verflochten ist.
Der im 18. Gesänge der Jliade beschrie-bene Schild des Achilles, worauf das Rund derErde mit einer festen Wölbung dargestellt ist,unter der die Gestirne des Tages und der Nachtauf von Wolken getragenen Wagen hinrolltcn,gibt uns auf eine glaubwürdige Art den Grund-begriff der Kosmographie jener Jahrhunderte.Die Erde ist vom Oceanfluß ^) umgeben, unddie Sonne steigt des Morgens aus dem östli-chen Theile desselben herauf, wahrend sie desAbends sich im Westen in seinen Schoß nie-dertaucht, wo ein goldenes Schiff, das mystischeWerk des Vulkans, sie schnell durch die Wolkendes Nordens nach Osten zurückbringt.^)
Erd- Homer glaubte, die Säulen des Herkuleskünde (Meerenge von Gibraltar) bilden die westlicheHo- Grenze der Welt, und die Grundpfeiler desHimmels und der Erde, deren Hüter Atlasg-,g ist, ruhen auf einem «nerforschlichen Grunde,o. CH.Mit dieser Idee stimmen die Vermuthungender Jndier und Hebräer überein. Außerhalb
Z) Die außerordentlich scheinende Benennung „Fluß"in Anwendung auf den Ocean klimmt nicht nur beiDichtern, wie Homer, Pindar rc., sondern bxi vie-len andern Schriftstellern des Alterthums vor: „?ro-r-«rro/o II. XVIII.
606. — Vinci, krauln, ecl. 8cl>n«iclor. VXX. —Ilosioä. VdeoAnn. 775.
4) Vergl. Boß mythol. Briefe. I. 27.
5) »t<or/L;. OtI)'»8. I. 52.