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Erstes Bändchen. Von der ältesten Zeit bis zu Christoph Columbo's Tode / von Karl Falkenstein
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quivir). Zm Süden kennt er mir einen gro-ßen Fluß in Lybicn, Chremetes genannt, derauf eben dem Gebirge entspringt, von welchemder Nil herabströmt, und sich dann in denOcean ergießt.

Was Aristoteles für die Erweiterungen derErdkunde gethan, beweisen die noch übrigenBruchstücke einer Beschreibung von Griechen-land, welche seine Schüler, Dikaarchos vonMessens und Theophrastus, verfertigten, undwodurch der erstere die Kenntnisse der mathe-matischen, der letztere jene der physischen Geo-graphie bereicherte.

330 Vor allen aber hat dessen Zögling, Alexan-der der Große, durch seine Eroberungen, wel-che eine gänzliche Umwälzung in allen Zweigendes menschlichen Wissens hervorbrachten, einenbedeutenden Einfluß auf die Kenntniß neuerLänder bewirkt. Er hatte, wie später alle gro-ßen Reisenden und Seefahrer, gelehrte Geo-graphen und Mathematiker in seinem Gefolge,unter welchen Diognetos und Beton genanntwerden, welche nach astronomischen Beobach-tungen die Marschrouten entwerfen, und Astes,was ihnen merkwürdig schien, aufzeichnen muß-ten. Nearchos, Androsthenes und Onesicritoswaren beauftragt, zu Schiffe die südlichen Kü-sten Asiens zu erforschen. Nearchos bereiseteauf seinen Befehl den indischen Ocean von derMündung des Indus längs der persischen Kü-ste bis zum Euphrat. Auf diese Weise

31) Des Nearchos Tagebuch steht in Arrians lucli-