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CLASSIS XI.
Reseda.
setzt man Im Winter ins temperirte Treibhaus, wo man sie 3 — 4 Jahrerhalten kann. Die Meine R. hat einen schwachem Geruch als die vor-hergehende. In den Apotheken führte man ehedem: Luteolae folia, undvon der gelben, Resedae radix.
Aristotelea, Aristotelie .
2076. A. Macqui Herit. foliis ovatis serratis,floribus racemosis. L’Herit. stirp. 1. t. 16. Lamark. ill.t. 399.
Chii i sehe A. T). 4 — 5. Sie ist bei uns ein ästiger, 8 —10 Kusshoher Strauch. Die immergrünen Blätter sind gestielt, stehen einandergegenüber, dabei glänzend, 3 nervig und geadert. Die weissen Blüthenbilden 2-, 4-blüthige Trauben, die winkelständig sind, ln Chili.
Sie bringt bei uns keine reifen Früchte, deswegen vermehrt mansie durch Ableger und Stecklinge. Wenn sie einen beschützten Stand-ort hat, verträgt sie unsern Himmelsstrich sehr gut. Ausserdem setztman sie ins kalte Gewächshaus. Mau erhält die jungen Stämme unterdem Namen: Tophea lucida, aus Holland.
Euphorbia, Wolfsmilch *).
2077. Eu. officinarum L. fruticosa, aculeata,nuda, multangularis: aculeis geminatis. Blackvv. 340.Peenk. 365. Düsseid. off. Pilz. VIII. 15.
*) Ueber den Bau der Gattung Euphorbia sprach schon A. L.Jussieu (gen. pl. ed. Ust. 424.) Ansichten aus, welche von denen Lin-rk’s verschieden sind, und welchen man neuerlich, nachdem sie von an-dern Schriftstellern in Anregung gebracht worden, Aufmerksamkeit wid-met. Die sog. Blüthe scheint nämlich ein zusammengesetzter Blüthen-stand zu sein, der sog. Kelch eine Hülle, dessen sogenannte Biüthen-blätter oder Anhängsel, nur Drüsen, die eingelenkten Staubfäden beson-dere Blüthen mit Stielchen, die Schuppen dazwischen Bracteen, und dasarticulirte Pistill eine weibliche Blüthe mit ihrem Stielchen. Die An-sicht hat viel für sich, und gewinnt um so mehr Wahrscheinlichkeit,wenn man die merkwürdige, von Enümciikr trefflich beschriebene undabgebildete Gattung Taxanthera aus Neuholland betrachtet, wo diedort nur angedeuteten Blüthen hier mit ihrer Hülle vollendet sind. — Manpflegt auch jetzt die Gattung Euphorbia in die Monoecia zu stellen , daman ihre Blüthe für aus mehreren männlichen und einer weiblichen zusam-mengesetzt ansieht. — Eine andere Vertheilung der einheimischen Ar-ten findet sich in der 1 reiflichen Schrift: Enumeratio Euphorbiarum,quae in Germania et Pannonia gignuntur, auct. Joanne Rokmsr M.D. Göttingen 1824. Diti Eintheilung ist folgende: