Philadelphus.
ORDO I.
835
i
geadert und gerippt; ihr kurzer Stiel ist rinnenförmig und, wie dieKippen, mit einzelnen, weissen Haaren bekleidet. Die schönen, weisseuKlüthen sind denen der Pomeranzen ähnlich und haben fast denselbenGeruch; sie bilden Trauben auf den Spitzen junger Triebe. Der Grif-fel ist anfangs nur 3 — 4-spaltig, weiterhin zeigt er sich 3 — 4-thcilig.Die tiefen Abschnitte des Kelchs sind grünlichweiss und am Rande be-wimpert. Es sind 18 — 24 Staubfäden mit 4-furchigen Antheren vor-handen. Die bräunliche Kapsel ist eirund. Nur die Endbliithe zeigtzuweilen einen 5-thei)igen Kelch und 5 Kronblätter^Er ist einheimischgeworden und im südlichen Europa zu Hause.
Man pflanzt ihn wegen des vortrefflichen Geruchs der Blüthen;sein-Holz taugt nur zu Pfeifenrohren; von den blätterlosen Zweigenerhält man auf vorbereitetem Tuche eine braunrothe Farbe. Er wirddurch Wurzelbrut, Absenker und Stecklinge vermehrt. In den Apothe-ken führt man: Philadelphi flores.
Myrtus, Myrte.
2135. M. communis L. floribus solitariis: involu-cro diphyllo. Du Ham. arb. ed. uov. I. 43. Havhe Arzngw.X. 36.
Gemeine M. T). 6. 7. Dieser beliebte, immergrüne Strauch wird
4— 8Fuss hoch: er thcilt sich in röthliche Aeste. Die kleinen, kurz-stieligen Blätter sind steif, eiförmig, zugespitzt, ganzrandig, glänzenddunkelgrün, und haben eine erhabene Hauptrippe. Die weissen, gestiel-ten Blüthen entspringen in den Blattwinkeln. Sie sind gleichsam mit 2Kelchen versehen, indem der innere bräunliche, der glockenförmig und
5- spaltig ist, eigentlich die Vertiefungen enthält, ans welchen die vie-len Staubfäden entspringen. Dieser giebt auch den starkep, gewürz-haften Geruch von sich. Die eirunde, fleischige Beere ist genabelt undwird im Herbst schwarz. Sie variirt: mit eirunden Blättern und län-gern Blüthenstielen, M. com. k. romnno, Mill. dict. t. 184. s. 1.; mit^und-lanzettförmigen, genäherten Blättern, M. com. boctica, Blackw.*" 11 4.; mit lanzettförmig-eirunden, spitzigen Blättern, 'M. com. y. lusi-
tam ' c “> Clus. h. 1tern
M.
Südeuropa.
f. 1.; und mit lanzettförmigen, zugespitzten Blät-c °m. 3. lelgica. Auf felsigem Boden; Oestreich, Litorale,
*-2136. M. caryopbyllata Sw. pedunculis tri-cliolomis terminalibus, calycibus indivisis, foliis obovatisimpunctatis. Calyptrcmt/ies ca/yophyllala Peks. Hatne
Arzngw. X. 39.
53 *