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2 (1833) [Classis XI. Genera. Dodecandria...] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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Caryophjlius.

ORDO I.

837

Gaekty. 1. t. 33. f. 2. Hayyk Arzngw. X. 38. Euge -nia caryophyllata Willd.

A echte G. tj. Dieser kostbare Baum trägt seine wohlriechendenBlüthen in einer 3-theilig - ästigen Rispe. Die Bliithc hat einen kleinenKelch mit stumpfen Einschnitten, und einen fleischigen, 4-seitigen Kör-per, auf dem die Staubgefässe befindlich sind und der kürzer als dieKronblätter ist. Auf den Molukkischen Inseln. In Westindien cul-tivirt.

Dieser Baum liefert die wahren Gewürznelken , welches die unge-öffneten Blüthenknospen sind, und die Muttemelken oder die Früchtederselben. Di« letztem sind theuer und weniger im Gebrauch; die er-stem machen eins der schönsten Gewürze aus, und man gebraucht siein der Medicin als ein kräftiges Reizmittel, um damit die Wirkungschwacher Heilmittel zu erhöhen.

Punica, Granaibaum.

2239. P. Granatum L. foliis lnnceolatis, caulearboreo. Lamakk ill. t. 415. Gaerth» I. c. f. 1. Schk.t. 131. b. Hayjse Arzngw. X. 35.

Gemeiner Gr. 1). 68. Sich selbst überlassen ist er ein Strauchmit dornigen Aesten und bringt nur kleine Früchte von einem säuerlichen,angenehmen Geschmacke; in südlichem Gegenden wird er ein Baum Von10 20 Fuss Höhe. Die theils abwechselnd, theils gegenüber stehendenBlätter sind sehr kurz gestielt, an beiden Enden zugespitzt, ganzrandig,glänzend hcl'grün und mit Adern und Nerven durchzogen. Auf derSpitze der Zweige, oder in den obersten Blattwinkeln erscheinen zu1 4 hochrothe, geruchlose Blüthen, die über einen Zoll lang sind.Die grossen, eirunden Kronblätter sitzen auf einem gleichfarbigen, dicken,fleischigen Kelche mit 20 und mehr rothen Staubfäden. Die rundlicheKernfrucht hat die Grösse einer Pomeranze; sie hat eine lederartige,Jethlichbraune Schale und ein angenehm säuerlich schmeckendes Fleisch.

Saanienkerne sind purpurblau. Man findet gefüllte, roth und weiss

g« eckte und weisse Blüthen. Auf trockenen Kalkbergen; Krain, Triest,P mme.

Die Früchte dürfen nur massig genossen werden, wenn man Leib-»chmerzeu und Blähungen vermeiden will; sie sind übrigens nervenstär-kend und in der Ruhr und bei Entzündungen heilsam; Saamen, Schaleund Blüthen sind zusammenziehend. In den Apotheken führt man: tia-lanstiorum flores ; Malicorii cortex; Granatorum semina. Im süd-lichen Deutschland hat man schon vortreffliche Aepfel im Preien gezogen: