Aclnea.
CLASSIS XIII. ORDO I.
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A eh r cn t ra ge n d es Ch. Z|. 5 — 8. Die vielköpfige, geringelteWurzel zeigt ini Querschnitt einen sternförmigen Kreis mit abgerunde-ten Strahlen: sic treibt einen kahlen, glatten Stengel, der nach obenzuweilen ästig ist. Die gestielten Blätter sind 3-zäh li g-viel fach- zu sam-nirngesetzt: ihre eirund-herzförmigen Blättchen sind eingeschnitten-säge-zähnig: der Blattstiel ist etwas rinnenförniig. Die Blüthen bilden ge-stielte und gepaarte Trauben an den Spitzen (Jcr Zweige. H. D. Hajnenimmt den weissen ins Röthliche spielenden Kelch für die Krone unddie Krone für die in Bl. Blätter verwandelten Stanbgefässe. Die ein-ftirchige, beerenartige Frucht ist schwarz. In Gebirgswäldern fast inganz Deutschland.
Die Wurzel wird beim Trocknen schwarz; sic ist ohne Geruch,aber ekelhaft, bitter und ist scharf. In den Apotheken führt nmn:ChristnphoriaUav rarfix. Man sammelt sie in der Schweiz und siekommt auch unter dem Namen: schwarze Christwurz (Ilclleborus nigerültifolius) zu uns; sie ist wohl in der Wirkung völlig mit der wahren,Schwarzen Niesswurz übereinstimmend. Die Beeren mit Alaun gekochtgeben eine schwarze Tinte; ihr Genuss verursacht Raserei.
Chelidonium, Schöllkraut.
2318. Ch. majus L. foliis decursive pinnatis sub-lobnlis crenalis, pedunculis umbellatis, petnlis integris. Fl.D. 542. Sciik. t. 140. — Var? Ch. laciniatum Gmel.Ch. maj. ß. laciniatum Wield.
Grosses Sch. 5 — 9. Die ganze Pflanze ist mit gelbem Milch-saft angefüllt. Es treten mehrere aufrechte, gabelästige, an den Glie-dern aul'geschwollene Stengel aus einer Wurzel, die zottig sind und2 Fuss und höher werden. Die gefiederten Blätter sind auf derOberfläche kahl, auf der untern feinbehaart und fast graugrün: dieBlättchen fliessen in einander und haben stumpfe Lappen; der Blatt-stiel und die Rippen sind zottig. Die gelben Blüthen an der Spitzehaben einblütiiige, zottige Stiele; ihre eirunden Blätter sind stumpf undganz. Die aufrechten Schoten sind kahl; die Saarnen schwarz, miteinem weissen Kamme, ß. unterscheidet sich durch feiner gethcilto Blät-ter, deren Lappen an der Spitze nicht so abgerundet sind; durch klei-nere oft halbgefüllte Blüthen, deren Blüiuenblältcr Ineist auch zerschlitztsind, doch findet sich auch die Stanuuart gefüllt. An Zäunen, Mauern,auf Ruinen.
Der scharfe, bittere, brennende Saft giebt eine dauerhafte gelbeFarbe; man vertreibt die Warzen damit. In den Apotheken war ge-bräuchlich: Chelidonii majoris radix, herba.