Anemone.
ORDO VI.
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pfen gezähnten Blättchen ; durch 2 — 3 (selten einen) Blüthenstiele,die kürzer sind; durch eine gelbe (nie weisse), aufrechte Blüthe, mitgewöhnlich 5 eirunden, stumpfen Blättchen. Wenn sich nur Eine Blüthezeigt, so ist doch immer das Rudiment einer 2ten vorhanden. DieBlätter sind oft von einem Düchsenschwamm (Aecidium ) besetzt. AufWaldwiesen, in Baumgärten.
2427. A. narcissi flora L. floribus umbellatis in-Volucratis, foliis radicalibus palmatis inciso-dentatis. Jacq.a. t. 159. Bot. Mag. 1120.
Narcissenblüthige A. 21-6 — 8. Der behaarte Stengel trägteinen Schirm von 5 — 8 grossen weissen Blüthcn. Der Wurzelblättersind 3 — 5; sie sind vielmal eingeschnitten und ihre Abschnitte sindschmal und spitzig. Die niedergedrückt eirunden Saamen sind nackt.Auf Alpen nnd Gebirgen; Ocstreich, Salzb. Baiern, Schwab. Schics.
Die 3 -lappige A. öfTnet ihre schöne Blüthe, sobald die Erde vonProst frei ist. Sie ist etwas scharf und zusammenziehend. In denApotheken findet sich noch zuweilen: Hepaticae nobilis herba, flores. —Die Frühlings- A. verdient die Aufnahme in unsere Gärten; aber sie ist■"'egen ihrer Schärfe verdächtig. — Die grosse Küchenschelle enthältsowohl, wie die kleine, als vorwaltenden Bcstandtheil den scharfen Stoff,als auch ein flüchtiges, kampferartiges Oel, das durch Destillation er-halten wird; doch mag wohl die letztere diese Stoffe in stärkerem Gradebesitzen.' Stärk hat diese vorzüglich bei Augenentzündungen sehr wirk-sam befunden und sie in andern bösartigen Krankheiten mit Nutzen ge-braucht. Sie zieht auf der Haut Blasen und ist giftig; Blätter undBlüthcn färben grün; letztere geben eine grüne Tinte. In den Apo-theken führt man von der erstem: Pulsatillae herba, und gebrauchtsie statt Pulsatillae nigricantis herba der letztem. Sie verdienen beideeine Stelle in den Gärten. — Die gemeine und Garten-A. mit ihrenSpielarten sind bereits vortreffliche Zierden der Gärten; so wie auchdie lf'ald-A., doch diese noch nicht so häutig, als sie es verdient. —Die Dusch-A. besitzt frisch einen sehr brennenden Geschmack; siezieht Blasen und verdient in dieser Hinsicht den Vorzug vor den spa-nischen Fliegen, da die Wirkung schneller und mit weniger Schmerzenverbunden ist; wegen der Flüchtigkeit ihrer Schärfe wirkt sie nämlichgeschwinder auf das Nervensystem. Kraut und Blüthen frisch — herbaet flores recentes Ilununculi albi — hat man in der llemigräne, im 3-tägigen Friihlingsjicbcr und-im rheumatischen Dückcnschmerz mit Nu-tzen angewendet. — Auch die ranunkelarlige A. hat einen brennendscharfen Geschmack, zieht Blasen und ist giftig. — Die Anemonenlieben eine leichte, fruchtbare Erde, die warm und mehr trocken als
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