1516
CLASSIS XIX.
Artemisia.
rimis cauleque erecto glabris, receptaculo nudo filloso.Blackvv. t. 116. Omel. sib. ‘2. t. 59 ei 60. f. 1.
Dragun- B. Esdragon. 2J.. 8. 9. Die weissgrünen, ästigen Stengelwerden 2 — 4 Fuss hoch; ihre abwechselnden, ungcstielten Blätter sindan beiden Enden verschmälert und glänzend; die obersten und Astblät-ter sind kürzer und schmäler. Die Endtrauben enthalten kleine, ge-paarte, überhängende Blumen, die am Stengel gedrückt und rostbraunsind. Die eirunde Hülle ist grün und kahl; ihre inneren Schuppen sindam Rande häutig. In Sibirien, der Tartarei, in Galizien und in denGärten cultivirt.
Die kleinen Blumen des jüdischen 11. haben einen durchdringendenGeruch und bittern Geschmack. Es ist gebräuchlich: Santonicae, Con-trae, seu Cijnae semina ; der sogenannte YAtwer- oder IVurmsaamc.Der aus der Barbarei kommende hat die zweite Art zur Mutterpflanze.Man gebraucht ihn gegen die Eingeweide-Würmer als ein anhaltendreizendes Mittel. Man glaubte sonst, dass dieser Saame von A. Santo-nicum genommen würde. — Die Stabwurz hat auch wurmtödteude undkrampfstillendc Kräfte. Es ist gebräuchlich: Abrotani herbtt, vorzüg-lich bei Quetschungen, Verrenkungen, Beinbrüchen, bei Fehlern derVerdauung. — Von dem Feld-11. führte man ehemals: A. campestrisherba; man schreibt ihmr mit dem gemeinen II. gleiche Kräfte zu.Der römische 11. ist weniger bitter als der bittere 11.; aber sein Ge-ruch stärker und angenehmer. Vermöge seiner Bitterkeit und des u*ihm enthaltenen ätherischen Oels ist er ein magenstärkendes und er-hitzendes Mittel; man gebraucht aber noch selten: Absinthii pontioherba. — Die vorwaltendcn Bestandtheile des”"VVermuths sind ätheri-sches Oel und bitterer Harz- und Extraktivstoflf, weshalb er erhitzendund magenstürkend ist. Man gebraucht ihn mit Nutzen bei schwacherVerdauung, bei W'echselfiebern, wider Gelbsucht, Würmer und ander«Uebef mehr. Deswegen führt man: Absinthii herba. Man thut ihn 111dem Biere, um ihm die Säure zu benehmen und es stark zu machen.Mit Most gegoren giebt er den IVermuthxvcin. Ein Aufguss befrei 6die Schaafe von der Ruhr und vertreibt das Ungeziefer aus Betten*Man räuchert die Bienen damit, um sie gehorsam zu machen. — ^° ndem gemeinen 11. sammelt man: A. rubrae seu albae herba , und z« 8 * 1die erstcre von dem Feld-11.; doch beide werden nicht mehr oft 6®braucht. Die Japaneser bereiten durch Zerreiben desselben ihre w °lige Moxa gegen Hüftweh und Nervenzufälte. Wcgeu seiner minder 1Bitterkeit und seines angenehmen Geruchs bedient, man sich desselbenals Gewürz. — Der Dragun hat einen angenehm bittern, gewürzhaGeschmack und Geruch. Auch ihn gebraucht man zur Würzung