1632
CLASSIS XX.
Gymnadenia.
Wohlriechende N. y. 5. 6. Der äusserst dünn und schlanke,harte, beblätterte Stengel wird 1 — 2 Fusa hoch; seine harten Blätterlind sehr schmal, scheidenförmig: die untersten 1J Finger lang; dieobersten kleiner. Die einfarbigen, dunkelpurpurrothen Blüthen bildeneine längliche, ungefähr 2 Zoll lange, dichte Aehre; das Deckblatt istlänger als der Fruchtknoten und lang begrannt. Die obersten Kelch-blätter stehen ab, sind ausgebreitet. Der Sporn endigt sich in einefeine Spitze. Sie hat einen starken, aber angenehmen Geruch. Auftrockenen Bergwiesen; Oestr. Bay. Salzb. Schwab. Herb. Nass. Heimst.Schönw. Leipzig. Hier und da wird eine Var. von G. conopsca dafürgesammelt.
5028. G. suaveolens (Viu.) labio ovato -lanceo-lato obtuso obsolete crenato trilobo, calcare paulo incurvogermine paulo breviore, calycis foliolis lateralibus lnnceola-tis patenti - subreflexis. Vill. delph. t. 1. Orch. erubescensZccc.
Rothw erdende N. y. 8. Blüthenähren schlaffer, dünner, Deckblät-ter länger, aus lanzettlicher Basis weit schmaler, Blüthen kleiner,Kelchblättchen spitziger. Von G. odordthsima durch die schlaffe Blü-thenähre und längere Deckblätter verschieden. Auf Alpenwiesen vonWerdenfels, Hohenalpe, in Baiern.
5029. G. conopsca R. Br. labello trilobo subac-quali integriusculo, calcare selaceo germen duplo excedente,calycis foliolis exterioribus patentissimis, spicae cylindricaefloribus sparsis. Hall. helv. t. 29. Vaill. par. t. 30. f. 8-Orchis conopsea Lix. Engl. bot. 10. Fl. D. 224. Schk. t.271. flos. — Differt: G. cornigera FI. germ. p. 121.
Fliegenartige N. y. 5 — 7. Die 2 handförmigen Knollen habenoben weisse Fasern. Der Stengel ist nach oben gefurcht und rötblich,er wird fussboch und höher. Die linien - lanzettförmigen, stumpfenBlätter sind scheidenförmig und lebhaft grün: die untern stehen ab,die obern sind angedrückt. Die dünne, lange Aehre ist vielblüthig»ihre kleinen, einfarbigen Blüthen sind hellpurpur- oder fleischrotb. Dieganz schmalen, spitzigen Deckblätter sind gefärbt und fast so lang »1*die Blüthen. Die Seitenlappen der Lippe sind etwas gekerbt; der mit'teilte ist schmaler und ganz. Der röthliche Sporn ist aber lang, bogig*Die Blüthen haben einen angenehmen Nelkengeruch; sie finden sichauch weiss. Auf Waldwiescn; variirt auch mit schmalen Blättern undschlaffer Aehre.