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CLASSIS XX.
Aristolochia.
Heilende O, y. Die gewürzhafte Wurzel treibt einen dicken, kno-tigen Stengel. Die Blüthen stehen auf 1 Zoll langen Stielen und habeneine dunkelrothe Lippe. In Virginien.
Die Wurzel der grossblätterigen 0. enthält viele flüchtige, ge-würzhafte Theile und zeigt Heilkräfte an. Dieses Gewächs eignet sichganz vorzüglich zu schattigen Lauben. Es hält unsere strengsten Win-ter aus. Die Vermehrung geschieht durch Wurzelbrut. Die Blüthenkommen erst nach einigen Jahren zum Vorschein. Man giebt ihm einegute, fette Gartenerde, — Die Wurzel der heilenden 0. hat einen demBaldrian und Kampher ähnlichen Geruch und gehört zu den vorzüg-lichst flüchtig und anhaltend reizenden Mitteln. Man benutzt sie ausser-dem bei dem Biss giftiger Schlangen und führt: Serpentariae virgi-nianae radix. — Die scharfe, bittere Wurzel der runden 0. ist sch weiss-treibend; doch gebraucht man nicht mehr: Aristolochiae rotundae ra-dix. Ein gleiches gilt von der langen 0. und man führte sogst: Ari-stolochiae longae radix. — Die Wurzel der gemeinen 0 . ist schärferund wirksamer als die der beiden vorhergehenden. Die Thierärzte hei-len damit bösartige Geschwüre. Man kennt: Aristolochiae vulgarisradix, — Die runde und lange 0 . gehören ins Glashaus; sie verlangengute Erde und ein grosses Gefäss; im Sommer viel Wärme. Manzieht sie aus Saamen im Mistbeete. — Die heilende 0 . will wie eineTreibhauspflanze behandelt sein.
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