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2 (1833) [Classis XI. Genera. Dodecandria...] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSIS XX.

Aristolochia.

Heilende O, y. Die gewürzhafte Wurzel treibt einen dicken, kno-tigen Stengel. Die Blüthen stehen auf 1 Zoll langen Stielen und habeneine dunkelrothe Lippe. In Virginien.

Die Wurzel der grossblätterigen 0. enthält viele flüchtige, ge-würzhafte Theile und zeigt Heilkräfte an. Dieses Gewächs eignet sichganz vorzüglich zu schattigen Lauben. Es hält unsere strengsten Win-ter aus. Die Vermehrung geschieht durch Wurzelbrut. Die Blüthenkommen erst nach einigen Jahren zum Vorschein. Man giebt ihm einegute, fette Gartenerde, Die Wurzel der heilenden 0. hat einen demBaldrian und Kampher ähnlichen Geruch und gehört zu den vorzüg-lichst flüchtig und anhaltend reizenden Mitteln. Man benutzt sie ausser-dem bei dem Biss giftiger Schlangen und führt: Serpentariae virgi-nianae radix. Die scharfe, bittere Wurzel der runden 0. ist sch weiss-treibend; doch gebraucht man nicht mehr: Aristolochiae rotundae ra-dix. Ein gleiches gilt von der langen 0. und man führte sogst: Ari-stolochiae longae radix. Die Wurzel der gemeinen 0 . ist schärferund wirksamer als die der beiden vorhergehenden. Die Thierärzte hei-len damit bösartige Geschwüre. Man kennt: Aristolochiae vulgarisradix, Die runde und lange 0 . gehören ins Glashaus; sie verlangengute Erde und ein grosses Gefäss; im Sommer viel Wärme. Manzieht sie aus Saamen im Mistbeete. Die heilende 0 . will wie eineTreibhauspflanze behandelt sein.

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